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Erstmals ist ein Sea Lion der Marine auf einem Einsatzgruppenversorger ("Bonn") gelandet. Bundeswehr

Sea Lion landet auf Einsatzgruppenversorger Bonn

Marinehubschrauber Sea Lion erstmals auf der „Bonn“

Der neue Hubschrauber der Marine ist erstmals auf einem Einsatzgruppenversorger gelandet. Danach gab es eine Stellprobe im Hangar.

Der Einsatzgruppenversorger "Bonn" lag für die Tests im Marinearsenal in Wilhelmshaven am Pier. Er kam aus einer planmäßigen Werft-Instandhaltung, bei der das Schiff auch zur Aufnahme des Sea Lion (NH90 NTH) umgebaut wurde.

Bei der ersten Landung auf einem Schiff war besondere Sorgfalt angesagt – selbst im ruhigen Hafen. Hoch konzentriert manövrierte der Pilot seinen Hubschrauber zum Landepunkt. Auch das Manövrieren des Hubschraubers an Deck sowie das Einbringen und Abstellen in den Hangar klappten einwandfrei, so die Marine.

Gleich zwei Sea Lion sollen in den Hangar eines EGV passen. Allerdings unterscheiden sich der Sea King und sein Nachfolger nicht nur in ihrer äußeren Form. Der Sea Lion verfügt über ein deutlich größeres Einschiffungspaket mit Ersatzteilen, welches "griffbereit" verstaut werden muss.

Damit die beiden Hubschrauber auch bei hohem Wellengang sicher untergebracht sind und man gleichzeitig an ihnen arbeiten kann, wurde der Hangar des Einsatzgruppenversorger an die neuen Hubschrauber angepasst.

Außerdem wurde unter anderem ein sogenannter Niederflur-Luftfahrzeugschlepper installiert. Dieser bewegt fernsteuerbar die Hubschrauber sicher vom Flugdeck in den Hangar und zurück. Die vorschriftsmäßige Änderung des im Flugdeck befindlichen Landegrids gehörte dabei noch zu den einfacheren Arbeiten. In diese Vorrichtung können sich dafür ausgerüstete Hubschrauber mit einem Haken einklinken.

Seit Februar wird parallel bereits der EGV "Frankfurt am Main" instandgesetzt. Planmäßig läuft hier der zweite Umbau zur Aufnahme des Sea Lion. Und im nächsten Jahr beginnt der Umbau auf dem Einsatzgruppenversorger "Berlin".

Im kommenden Jahr sind auch die konkreten Einsatzprüfungen an Board mit dem Hubschrauber vorgesehen. Vorsorglich kann das umgebaute Schiff übergangsweise auch mit dem etwas kleineren Sea Lynx in See stechen. Die Einsatzbereitschaft ist auf diese Weise immer sichergestellt, so die Marine.