Über 100 Flugzeuge: Wie die USA die Straße von Hormus sichern wollen

Über 100 Flugzeuge
Wie die USA die Straße von Hormus sichern wollen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.05.2026
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Seit zwei Tagen arbeiten die USA im Rahmen der als "Project Freedom" bezeichneten Operation daran, die Durchfahrt für Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu sichern. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) setzt dabei nach eigenen Angaben mehr als 100 land- und seegestützte Flugzeuge ein.

Kampfjets von Air Force und Navy

Unter den eingesetzten Plattformen befinden sich F-16 der US Air Force sowie F/A-18 Super Hornets der US Navy. Die F/A-18 starten von der USS Abraham Lincoln (CVN 72), einem der beiden Flugzeugträger, die derzeit in der Region unterwegs sind und bereits vorher im Krieg mit dem Iran unterstützt haben.

CENTCOM zufolge haben diese Flugzeuge sowohl eine Schutzfunktion für andere US-Kräfte als auch für die Handelsschifffahrt.

Carrier Air Wing (CVW) 9 ist dem Flaggschiff USS Lincoln unterstellt. Der Wing besteht aus acht Staffeln, die neben den F/A-18E/F auch F-35C Lightning II, EA-18G Growlers, E-2D Hawkeyes, CMV-22B Ospreys und MH-60R/S Sea Hawks fliegen.

Auf von CENTCOM veröffentlichten Fotos ist zudem ein Bell Boeing V-22 Osprey zu erkennen. Das Kipprotorflugzeug kann sowohl als Hubschrauber starten als auch wie ein Flugzeug fliegen. Es wird typischerweise für Truppentransport und Spezialoperationen genutzt.

Hubschrauber gegen Schnellboote

Am Samstag wurden MH-60 Sea Hawk-Hubschrauber der US Navy gemeinsam mit AH-64 Apache-Kampfhubschraubern der US Army eingesetzt, um iranische Schnellboote zu zerstören, die laut CENTCOM die Handelsschifffahrt bedrohten. Die Sea Hawks operieren dabei in und nahe der Straße von Hormus.

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In den vergangenen zwei Monaten setzte die Air Force vor allem A-10C Thunderbolt II gegen die schnellen Angriffsboote in der Straße von Hormus ein.

Das CENTCOM veröffentlichte zudem Fotos, die zeigen, wie CENTCOM-Kommandeur Admiral Brad Cooper am 3. Mai selbst in einem AH-64 Apache über die Seegebiete rund um die Straße von Hormus flog. Cooper hatte zuvor an Bord zweier US-Kriegsschiffe in der Arabischen See Matrosen und Marines besucht.

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USA berichten über erste Erfolge

Zwei unter US-Flagge fahrende Handelsschiffe sollen die Straße von Hormus laut CENTCOM erfolgreich passiert haben. Reedereiriese Maersk bestätigte gegenüber BBC, dass eines seiner Schiffe mit militärischer Begleitung die Region verlassen konnte.

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"Unsere Unterstützung für diese Verteidigungsmission ist wesentlich für die regionale Sicherheit und die Weltwirtschaft, während wir gleichzeitig die Seeblockade aufrechterhalten", erklärte Admiral Cooper in der offiziellen Mitteilung des Kommandos.

Iran droht jedoch, jeden Versuch ausländischer Streitkräfte, die Straße zu passieren, anzugreifen. Teheran beschoss US-Kriegsschiffe und Handelsschiffe mit Raketen und Drohnen.

Insgesamt sind nach CENTCOM-Angaben rund 15.000 US-Soldaten, Lenkwaffenzerstörer, unbemannte Systeme sowie die mehr als 100 Luftfahrzeuge an der Operation beteiligt.