Die ersten Bilder vom Airport der griechischen Ferieninsel Zakynthos sind spektakulär. Sie zeigen eine F-16C der griechischen Luftwaffe, die bäuchlings – ohne Fahrwerk – auf dem Runway liegt. Flammen schlagen aus dem havarierten Jet, schwarzer Rauch quillt auf. Das Cockpit ist offen – und leer. Der Pilot hat sich bereits in Sicherheit gebracht. Auf einem Handyvideo sieht man ihn im Vordergrund davonlaufen, begleitet von einem Vorfeld-Mitarbeiter, während die lokale Flughafenfeuerwehr den Kampf gegen die Flammen aufnimmt.
Was dem dramatischen Szenario vorausging, lässt sich bislang nicht mit Sicherheit berichten – eine Unfalluntersuchung ist inzwischen angelaufen. Nach vorläufigen Informationen geriet die F-16 bereits in der Luft in Brand – was allerdings unbestätigt blieb. Der Pilot soll sich laut lokalen Medienberichten zur Notlandung in Zakynthos entschieden haben. Ob es dabei Probleme mit dem Fahrwerk gab oder warum sonst der Fighter auf dem Bauch landete, ist ebenfalls noch nicht geklärt. Auf den veröffentlichten Aufnahmen ist allerdings zu sehen, dass der Bremsschirm der F-16 aktiviert war.
F-16 kam aus Araxos
Pilot und Flugzeug gehören Berichten zufolge dem 116. Kampfgeschwader an, das auf dem Fliegerhorst Araxos auf der Halbinsel Peloponnes zu Hause ist. Von dort aus war die F-16 zuvor mutmaßlich zu ihrem Trainingsflug gestartet.
Der Flughafen Zakynthos wurde direkt nach dem Zwischenfall gesperrt, anfliegende Passagierflugzeuge wurden umgeleitet. Solange das F-16-Wrack die Landebahn blockiert, bleibt der Urlauber-Airport geschlossen.

Griechenland ist einer der größten Nutzer der F-16 in Europa. Die verunfallte Maschine war in Araxos auf dem Peloponnes stationiert.
Giftige Substanz im Kampfjet
Speziell im Fallle der F-16 birgt ein Unfall wie jener in Zakynthos darüber hinaus ein zusätzliches Risiko – verkörpert durch die farblose, flüssige, hochentzündliche Substanz Hydrazin. Die Stcikstoff-Verbindung treibt die "Emergency Power Unit" (EPU) der F-16 an, die den im Pilotenjargon "Viper" genannten Kampfjet bei einer Triebwerksstörung für etwa zehn Minuten mit Strom und hydraulischer Energie versorgen kann.
Austretende Hydrazin-Dämpfe sind jedoch äußerst giftig, krebserregend und akut gesundheitsschädlich – weswegen bei Notfällen mit dem Muster am Boden erhöhte Vorsicht geboten ist.





