Defense Services Asia: Russland bringt Su-57E nach Malaysia

Defense Services Asia
Russland bringt Su-57E nach Malaysia

ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.04.2026
Als Favorit speichern
Suchoi Su-57 Luftaufnahme von vorne
Foto: Rosoberonexport

Russland will seinen modernsten Kampfjet, die Suchoi Su-57, auf dem Exportmarkt etablieren. Die Exportvariante Su-57E fliegt bisher nur in Algerien. Deshalb bringt Rüstungsexporteur Rosoboronexport den Tarnkappenjet am 20. bis 23. April auf die Defence Services Asia (DSA) nach Kuala Lumpur mit. Auf der Dubai Air Show wurde das Kampfflugzeug schon den Golfstaaten angepriesen.

Die Messe in Kuala Lumpur gehört zu den weltweit größten Ausstellungen für Militärausrüstung und hat sich in den letzten Jahren als eine der wichtigsten Messen im asiatisch-pazifischen Raum etabliert.

Kampfflugzeuge und Drohnen

Rosoboronexport sieht die Su-57E als mögliche Option für die Modernisierung der malaysischen Luftwaffe, die bereits Su-30MKM betreibt.

Ansonsten legt der staatliche Exporteur den Fokus vor allem auf unbemannte Fluggeräte, Aufklärungssysteme und Loitering Ammunition. Darunter fallen das System S350M-E, die Lancet-E und das KUB-2E-System. Hinzu kommen Aufklärungsdrohnen vom Typ Orlan-10E und Orlan-30.

Nach Unternehmensangaben sind Treffen mit Delegationen der malaysischen und anderer asiatisch-pazifischen Verteidigungsministerien geplant. Interesse an der Su-57E soll Malaysia schon länger haben. Manifestiert hat sich das allerdings bisher nicht.

Schwierige Historie mit russischen Jets

Die Erfahrungen, die das Land bisher mit den Su-30 gemacht hat, sind gelinde gesagt gemischt. Im Jahr 2003 hatte Malaysia die Su-30 in Auftrag gegeben. Bestellt wurden 18 Exemplare auf der Basis der für Indien entwickelten Su-30MKI.

Im Gegenzug brachte Russland einen Astronauten aus Malaysia auf die Internationale Raumstation. Die ersten beiden Kampfflugzeuge kamen fünf Jahre später bei den Betreibern an.

Bis heute ist das Flugzeug das Rückgrat der Luftstreitkräfte. Zwischenzeitlich mussten allerdings einige Flanker aufgrund von Ersatzteilmangel am Boden bleiben – zeitweise alle bis auf vier Su-30MKI. Malaysia startete daraufhin ein eigenes Modernisierungsprogramm.

Sukzessive wurden alle Su-30MKM der malaysischen Luftwaffe modernisiert. Im Januar 2025 war das letzte Exemplar fertig. Die Upgrades verschafften den Su-30 zehn weitere Jahre Lebensdauer. Außerdem besteht inzwischen ein Abkommen mit Indien, um bei der Wartung zusammenzuarbeiten.

Auch für Indien selbst kommt die Beschaffung der Su-57 infrage. Allerdings offiziell nur als Übergangslösung bis das Land einen eigenen Kampfjet der fünften Generation entwickelt.