Nach fast elfeinhalb Jahren hat Airbus alle von Deutschland bestellten A400M gebaut und übergeben. Das finale Exemplar des Turboprop-Militärtransporters, versehen mit dem Traditionskennzeichen 54+63, landete am 17. April um 12:33 Uhr in Wunstorf, wo es sich zu den 52 anderen A400M des Lufttransportgeschwaders 62 gesellt, die auf dem Stützpunkt in Niedersachsen stationiert sind.
Mit der Flugnummer GAF122 war die A400M zuvor am späten Vormittag im spanischen Sevilla gestartet. Im Airbus-Werk Sevilla befindet sich die einzige Endmontagelinie für die A400M. Für die gut 2100 Kilometer lange Flugstrecke benötigte die 54+63 ziemlich genau drei Stunden. Bei ihrer Ankunft in Wunstorf wurde sie in der Luft von einer weiteren A400M in Empfang genommen.
Die finale A400M für Deutschland besitzt die Seriennummer MSN 147. Ihren Erstflug absolvierte sie bereits vor rund neun Monaten, am 23. Juli 2025. Formell an die Luftwaffe übergeben wurde sie einen Tag vor ihrem Überführungsflug, am 16. April. Die vorletzte deutsche A400M, MSN 146 (Kennzeichen 54+62), war Anfang Februar 2026 in Wunstorf eingetroffen.
A400M mit Traditionskennzeichen
Die erste Lieferung einer deutschen A400M datiert auf den 18. Dezember 2014. Das seinerzeit mit dem Kennzeichen 54+01 versehene Flugzeug besitzt die Seriennummer MSN 18. Seither hatte die Luftwaffe alle weiteren für sie bestimmten A400M der Reihe nach durchnummeriert – bis auf die letzten drei Exemplare. Diese erhielten, als Hommage an die einst drei deutschen Lufttransportgeschwader, die Kennungen 54+61, 54+62 und 54+63.
Bestellt die Bundeswehr mehr A400M?
Mit nun 53 Exemplaren in der Flotte ist die Bundeswehr der mit Abstand größte Nutzer der A400M. Ob zur Erstbestellung irgendwann noch weitere Maschinen hinzukommen, bleibt offen. Ganz abgeneigt scheint man in Regierungskreisen nicht zu sein. Gut möglich, dass die nun ausgelieferte 54+63 nur die "vorläufig" letzte A400M für Deutschland war.





