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Australien nimmt Abschied von der "Classic Hornet" F/A-18A/B

F/A-18A und B ausgemustert Australien nimmt Abschied von der „Classic Hornet“

Mehr als 35 Jahre lang formierten sie das Rückgrat der australischen Luftverteidigung – nun geht die Geschichte der F/A-18A und B bei der Royal Australian Air Force endgültig zu Ende. Zum Abschied gab es eine Feierstunde – und ein letztes, spektakuläres Dispay.

Als Group Captain Jason Easthope am 29. November mit seiner Hornet auf der Landebahn der Basis Williamtwon in New South Wales aufsetzte, ging für ihn, ebenso wie für die gesamte australische Luftwaffe, eine Ära zu Ende. Nach über dreieinhalb Jahrzehnten schickt die RAAF die F/A-18A und B in den Ruhestand – und Easthope hatte die Ehre oblegen, zum Abschied noch ein letztes Mal richtig die Sau herauszulassen: Vor den Augen von Luftwaffenchef Mel Hupfeld und Verteidigungsminister Peter Dutton zeigte er in einem beeindruckenden Display, zu was die "Classic Hornet" auch im Spätherbst ihres Daseins noch imstande ist. Danach rollte er seine F/A-18A vor den Hangar der Basis, wo Air Marshal Hupfeld, selbst Pilot und Fluglehrer auf der F/A-18, die Abschiedsrede auf das Muster hielt.

Mehr als 400.000 Flugstunden

In den besten Zeiten flogen einmal 75 F/A-18 der ersten Generation für die RAAF. Seit 1985 stand die "Classic Hornet" bei den Australiern im Dienst. Die sammelten seither fast 408.000 Flugstunden auf dem zweistrahligen Fighter und hatten dabei wenig Grund zur Klage. Denn auf die F/A-18A/B war stets Verlass. Nur vier Exemplare gingen in all den Jahren durch Unfälle verloren.

Seit einiger Zeit jedoch ist die Nachfolge bereits im Gange – 72 F-35A Lightning II sollen in "Down Under" das Erbe der Hornet antreten. 44 der Stealth Fighter hat die RAAF bereits erhalten. Die 75th Squadron, zu Hause in RAAF Tindal, wechselte als letzte Einheit auf den hochmodernen US-Fighter. Zudem nutzt die australische Luftwaffe 24 F/A-18F Super Hornet sowie ein Dutzend Spezial-Hornissen der EloKa-Variante E/A-18G Growler. Sie werden weiter ihren Dienst verrichten. Ganz verschwinden wird die Silhouette der F/A-18 bei der RAAF also nicht.

Royal Australian Air Force
Einige der australischen Hornets gehen als Zieldarsteller in die USA, andere zur kanadischen Luftwaffe.

Hornets im Unruhestand

Die "Classic Hornets" hingegen fliegen nach ihrem Aus bei den Australiern in Nordamerika weiter – zumindest teilweise. Denn einige der Jets hat die RAAF an die kanadische Luftwaffe verkauft. Einige weitere gehen an die private Zieldarstellerfirma Air USA. Dort werden sie künftig als Sparringspartner für Kampfpiloten der US Air Force dienen – Seite an Seite mit Mikojan-Gurewitsch MiG-29, BAe Hawk und Aero L-39 Albatros.