Geheimer Auftrag: Wer bekommt die nächsten elf F-35?

Geheimer Auftrag
Wer bekommt die nächsten elf F-35?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.06.2026
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Wer bekommt die nächsten elf F-35?

Die US Navy hat Lockheed Martin am 9. Juni 2026 einen Auftrag über rund 133 Millionen Euro (154 Millionen US-Dollar) erteilt. Damit sollen langfristig zu beschaffende Bauteile für elf F-35 Lightning II finanziert werden, die für ein ausländisches Käuferland bestimmt sind. Welches Land hinter dem Geschäft steht, gibt das Pentagon offiziell nicht bekannt.

Die Bestellung betrifft sogenannte Long-Lead-Komponenten. Das sind Teile mit besonders langen Fertigungszeiten, etwa Elektronik, Triebwerkskomponenten und spezielle Verbundbauteile. Die Arbeiten sollen bis Dezember 2030 abgeschlossen sein.

Der Auftrag läuft über das "Foreign-Military-Sales"-Programm, bei dem die US-Regierung als Vermittler zwischen Lockheed Martin und dem kaufenden Staat auftritt.

Zuständig ist im konkreten Fall das Naval Air Systems Command in Patuxent River, Maryland. Bezahlt wird die Beschaffung trotzdem vollständig aus Mitteln des Käuferlandes.

Wer kauft die Jets?

Auch wenn das Pentagon den Kunden nicht namentlich nennt, lassen sich in der Auftragsvergabe doch einige Indizien dazu finden, welches Land die elf F-35 bestellt hat.

Für eine Erstbestellung sind elf Maschinen zu wenig. Griechenland und Singapur haben bisher die kleinsten Bestellungen aufgegeben – jeweils 20 Flugzeuge.

Stattdessen liegt also nahe, dass eine Nation ihre bisherige Order etwas aufstockt. Dabei führen die Spuren sehr schnell in eines unserer Nachbarländer.

Bereits Anfang 2025 hatte der belgische Verteidigungsminister Theo Francken öffentlich gemacht, dass Brüssel zusätzlich zu den beschafften 34 F-35A um genau elf weitere Exemplare aufstocken möchte.

Belgische Luftwaffe

Passend dazu hatte Francken nach einem Treffen mit Lockheed-Martin-Manager Michael Williamson verkündet, man habe sich auf die europäische Endfertigung der belgischen Zusatzjets geeinigt.

Diese zusätzlichen Jets sollen im italienischen Cameri endmontiert werden, wo Leonardo und Lockheed Martin gemeinsam eine Fertigungslinie betreiben.

Der Wunsch nach europäischer Endfertigung spiegelt sich in der Verteilung der Fertigungsanteile des aktuellen Auftrags wider. Während Fort Worth mit 59 Prozent weiterhin den Löwenanteil stellt, fällt mit 4 Prozent ein auffällig konkreter Anteil auf Cameri.

Die ersten drei belgischen F-35A sind schon seit dem 13. Oktober auf dem Luftwaffenstützpunkt Florennes in Belgien. Bis 2028 sollen die neuen Jets die alte F-16-Flotte der belgischen Luftwaffe vollständig ablösen.