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RAF Typhoon Pilot Climbs into the Cockpit Before a Mission Over Libya Crown Copyright
Eurofighter Typhoon der Royal Air Force.
Die vier Eurofighter-Partnerländer haben neue Modernisierungsmassnahmen für den Eurofighter beauftragt.
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Viele Restflugstunden: Eurofighter als Frührentner

Jede Menge Rest-Flugstunden Britische Eurofighter gehen als Frührentner

Die Royal Air Force wird bis 2025 alle Eurofighter Typhoon der Tranche 1 in Pension schicken. Das ist seit März bekannt. Weniger bekannt war bisher, wie viele Flugstunden die Jets bis zur Ausmusterung auf der Uhr haben werden. Spoiler: Allzu viele sind es nicht...

Die Royal Air Force (RAF) macht reinen Tisch – und räumt im großen Stil "altes" Inventar aus. Neben der kompletten Hercules-Transporterflotte, den E-3D Sentry, 35 Hawk T-1-Trainern und ein paar älteren Chinook-Helikoptern treffen die Sparmaßnahmen auch die Fighter-Staffeln: Dort verrichten aktuell noch 30 Eurofighter Typhoon der Tranche 1 ihren Dienst, wobei laut Angaben des Militär-Fachportals Janes 20 noch fliegen und zehn als Reserve eingelagert sind. Ursprünglich hatte die RAF 24 Tranche 1-Typhoons bis 2040 nutzen wollen – jetzt müssen alle 30 Jets schon bis 2025 in Pension gehen.

Patrick Zwerger
Die RAF wird ab 2025 keine Typhoons der Tranche 1 mehr fliegen. Dabei hätten die Jets noch jede Menge Stunden offen.

Längst nicht am Ende

Am 7. September nun legte James Heappey, parlamentarischer Staatssekretär für Verteidigung, bei einer Fragerunde im britischen Unterhaus offen, dass die Eurofighter bei ihrem Ausscheiden im Schnitt noch fast 60 Prozent ihrer auf 6.000 Flugstunden festgelegten Lebensdauer offen haben werden. "Die prognostizierte durchschnittliche Flugdauer aller Flugzeuge, wenn sie ihr jeweiliges Ausmusterungsdatum erreichen, liegt bei 2.544,8 Flugstunden," sagte Heappey. Da die 30 Flugzeuge einst nicht gleichzeitig, sondern zeitversetzt geliefert wurden, dürften manche Tranche 1-Typhoons bei ihrer Pensionierung sogar noch deutlich weniger verschlissen sein.

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Die Tranche 1-Typhoons kommen bei der RAF schon jetzt hauptsächlich als "Aggressoren" im Luftkampftraining zum Zug.

Nur noch als Feinddarsteller

Die Eurofighter der RAF verlassen ihre Einsatzstaffeln damit rein rechnerisch als Frührentner. Dennoch überrascht der Verzicht auf die Flugzeuge im Zuge des Sparplans wenig. "Der Grund, warum wir die 30 Tranche 1-Eurofighter abberufen, liegt darin, dass diese Flugzeuge über die ersten Versionen von Missionscomputern, Verkabelung und Hardware verfügen", erklärte RAF-Air Chief Marshal Sir Mike Wigston bereits Ende März – und unterstrich: "Was ich mit meinen modernsten Eurofightern tun kann, ist im Vergleich zu dem, was ich mit der Tranche 1 tun kann, nicht zu vergleichen." Bei der RAF kämen die älteren Typhoons deshalb seit geraumer Zeit vor allem als Feinddarsteller bei Übungsmissionen zum Einsatz.