Letzte Gnadenfrist für US-Spionagejet? - Lockheed U-2 könnte weiterfliegen

Letzte Gnadenfrist für US-Spionagejet?
Lockheed U-2 könnte weiterfliegen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.06.2026
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Spätestens kommendes Jahr wollte die US Air Force die letzten Exemplare der Lockheed U-2 in Rente schicken und sie durch unbemannte Fluggeräte und weltraumgestützte Systeme ersetzen. Der Verteidigungsausschuss des US-Abgeordnetenhauses will diesen Bemühungen aber einen Riegel vorschieben. Dessen Haushaltsvorschlag für 2027 will die Ausmusterung verhindern und erlaubt nur die Ausphasung von maximal zwei Maschinen. Stattdessen sieht der Entwurf die Bereitstellung von 81 Millionen Dollar vor, um die Depotinstandsetzung von vier Flugzeugen durchzuführen. Die aktuelle Flotte besteht aus rund 25 Maschinen und ist beim 9th Strategic Reconnaissance Wing im kalifornischen Beale beheimatet. Der Verband unterhält Detachments in Europa (RAF Fairford in Großbritannien), Asien (Osan Air Base in Südkorea) und im Nahen Osten.

Im Verteidigungshaushalt für 2025 war die Ausmusterung der gesamten Flotte bis zum 1. Oktober 2026 vorgesehen. Als Begründung nannte das Pentagon die mangelnden Fähigkeiten und die Verwundbarkeit im möglichen Einsatz gegen gleichwertige oder fast gleichwertige Gegner beziehungsweise Bedrohungen.

Seltener Trainer

Trotzdem hatte die USAF erst im Frühjahr 2024 einen der seltenen Trainerversionen wieder zurück in die Luft gebracht. Die TU-2S war bei einer Kollision beschädigt worden. Nach fast drei Jahren in der Werkstatt landete die Maschine mit der Kennung 80-1078 am 21. März 2024 wieder in Beale. Insgesamt wurden nur fünf Exemplare des Doppelsitzers gebaut.