Nach langem Hin und Her hat Peru sich für den Erwerb von zwölf F-16V Fighting Falcon Block 70 entschieden. Die Maschinen der neuesten F-16-Variante sollen die veralteten Kampfjet-Muster Mirage 2000 und MiG-29 ersetzen. Lockheed Martin begrüßte die Entscheidung in einer Pressemitteilung.
Mike Shoemaker, bei Lockheed Martin für das Kampfflugzeuggeschäft zuständig, bezeichnete die Order aus Lima als Beleg für die "unübertroffene operative Leistung" des Jets. Er betonte zudem die wirtschaftlichen Verflechtungen, die mit solchen Rüstungsgeschäften einhergehen – ein Aspekt, der in Washington derzeit besonders gerne hervorgehoben wird.
"Die Zusammenarbeit zwischen den Verteidigungsindustrien der USA und ihrer Verbündeten war schon immer eine gemeinsame Quelle für Sicherheit und wirtschaftliche Vorteile", so Shoemaker.
Beschaffung bisher unsicher
Peru lavierte seit Jahren zwischen drei Konkurrenten. Die schwedische Saab Gripen E, die französische Rafale und die F-16 standen zur Auswahl. Eine endgültige Entscheidung ließ sich bislang nicht durchsetzen, auch weil das Land innerhalb kurzer Zeit mehrere Präsidenten hatte.
Noch bis gestern lag das gesamte Vorhaben auf Eis. Interimspräsident José María Balcázar, der seit Februar regiert, hatte einen ursprünglich auf 24 Maschinen und 3,5 Milliarden Dollar angelegten Kauf kurzerhand gestoppt. Seiner Meinung nach sollte eine derart weitreichende Verpflichtung der künftigen gewählten Regierung überlassen bleiben. Die Vereidigung eines neuen Präsidenten ist für Juli geplant.
Verteidigungsminister Carlos Díaz und Außenminister Hugo de Zela traten daraufhin zurück. Díaz erklärte in seinem Abgangsschreiben, er teile die sicherheitspolitische Einschätzung des Präsidenten nicht.
Der US-Botschafter in Lima, Bernie Navarro, warnte öffentlich, wer amerikanische Interessen untergrabe oder die USA in Verhandlungen nicht ernst nehme, müsse mit den Konsequenzen rechnen.





