Es war schon lange absehbar, nun ist es offiziell: Die argentinische Luftwaffe (Fuerza Aérea Argentina, FAA) hat die endgültige Außerdienststellung ihrer verbliebenen A-4AR Fightinghawk bekanntgegeben. Das veröffentlichte die FAA in den sozialen Medien.
Bereits seit 2024 war keine der verbliebenen vier bis sechs Maschinen mehr geflogen. Die Entscheidung kommt also wenig überraschend.
A-4AR nicht mehr wirtschaftlich
In ihrer Stellungnahme begründete die Luftwaffe den Schritt mit einer umfassenden strategischen Analyse. Die Instandhaltungskosten des Fightinghawk und die zugehörige Logistikkette seien nicht länger mit den institutionellen Prioritäten vereinbar.
Stattdessen sollen die vorhandenen personellen und materiellen Kapazitäten der V. Luftbrigade künftig vollständig dem F-16-Programm zugutekommen, das eine langfristige Einsatzbereitschaft sicherstellen soll.
Ein ambitioniertes Wiederherstellungsprogramm sollte die verbleibenden Fightinghawks generalüberholen. Angesichts massiver Haushaltseinsparungen und der politischen Priorisierung der F-16-Beschaffung wurde das Wiederherstellungsprogramm jedoch aufgegeben.
Ausschlaggebend für den Abbruch war ein schwerer Unfall ährend einer Übung in Villa Reynolds, San Luis. Am 14. Juli 2024 kam ein Pilot der argentinischen Luftwaffe ums Leben, als seine A-4AR auf die Landbahn stürzte.
Ersatz aus Dänemark
Argentinien hat am 24. Februar 2025 auf der Basis der VI. Luftbrigade in Tandil die erste F-16 Fighting Falcon in Dienst gestellt. Die erste Maschine dient als Ausbildungsgerät für Piloten und Bodenpersonal. Außerdem laufden seit Ende März Erprobungs- und Ausbildungsflüge mit den beschafften F-16M Fighting Falcon.
Insgesamt kaufte Argentinien 24 gebrauchte F-16 aus Dänemark; den Kaufvertrag unterzeichnete Verteidigungsminister Luis Petri im April 2024 auf dem dänischen Stützpunkt Skrydstrup. 2027 wird die letzte F-16 erwartet.
Briten blockierten Anschaffung neuer Jets
Der Deal markiert eine Zäsur, denn jahrelang blockierte neben Budgetengpässen auch das strikte britische Waffenembargo, das seit dem Falkland-Krieg 1982 in Kraft ist, die Beschaffung moderner Kampfjets. Der Kauf der F-16 war vor allem durch die USA forciert worden.
Eigentlich hatte Argentinien Interesse an fabrikneuen Kampfflugzeugen aus pakistanisch-chinesischer Fertigung gezeigt. Die JF-17 Thunder (FC-1 Xiaolong) galt als Favorit.





