Russischer Stealth-Fighter: Kasachstan könnte bald die Su-57 fliegen

Russischer Stealth-Fighter
Kasachstan könnte bald die Su-57 fliegen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.09.2026
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Eine russische Su-57 vor dem Start.
Foto: OAK

Berichten zufolge könnte Astana schon bald mit dem Aufbau einer eigenen Flotte moderner Tarnkappenjets beginnen. Das auf Militärtechnik spezialisierte Portal "Military Watch Magazine" beruft sich auf Insider aus Russland und Kasachstan, wonach entsprechende Bestellungen für die Su-57 bereits erfolgt seien. Auch russischsprachige Portale berichten über einen möglichen Kauf.

Auswahl begrenzt

Derzeit gibt es nur drei exportfähige Kampfjets der fünften Generation: die russische Suchoi Su-57E, die US-amerikanische F-35 und die chinesische J-35.

Kasachstans Luftverteidigung stützt sich bis heute auf MiG-31-Abfangjäger, die noch aus sowjetischen Beständen stammen und in den 2010er-Jahren in Russland zum Standard MiG-31BM aufgerüstet wurden. Außerdem nutzt Kasachstan die Su-30SM und Su-27.

Nach Algerien wäre Kasachstan erst der zweite offizielle ausländische Kunde für die Su‑57. Nachdem Indien den Kauf der Su-57 trotz lokaler Produktionsmöglichkeiten zunächst ausgeschlagen hat, sind potenzielle Kunden mit ausreichender Kaufkraft und geopolitischer Unabhängigkeit rar gesät.

Wer daraus einen simplen Wettlauf zwischen Moskau und Peking um Kasachstan ableiten will, greift allerdings zu kurz. Kasachstan entschied sich erst kürzlich gegen den russischen Trainingsjet Jak-130 und orderte stattdessen chinesische K-8W-Kampftrainer sowie Y‑9E‑Transportflugzeuge. Im Beschaffungsportfolio ist China also bereits fest integriert.

Export mit neuer Bewaffnung

Um im Export erfolgreicher zu werden, wird die Su-57E international mit einigen neuen Waffen angeboten. Auch die RWW-SDM soll künftig international angeboten werden – als Bewaffnung für die Su-57E, grundsätzlich, aber auch anpassbar für andere russische und sogar ausländische Flugzeugtypen.

Sie kombiniert Trägheitsnavigation mit Datenlink-Kurskorrekturen und einem aktiv-passiven Radarsuchkopf und soll Ziele in Höhen zwischen 15 Metern und 25 Kilometern erfassen können.

In Ägypten soll es in der kommenden Woche noch nicht spezifizierte neue Bewaffnung für die Su-57E sowie unbemannte Tarnkappen-Fluggeräte zu sehen geben, die künftig direkt vom Jet aus gestartet werden können.

Details zu den Waffen hält der Hersteller vorerst zurück, betont aber, dass die gegenüber früheren Modellen leistungsfähiger geworden seien.

Die neuen Drohnenplattformen sollen sich durch geringe Radarsichtbarkeit, große Reichweite und hohe Geschwindigkeit auszeichnen, mit unterschiedlichen Flügelkonzepten je nach Ausführung.