Su-57 in Flammen: Ukraine meldet Brand an russischem Tarnkappenjäger

Su-57 in Flammen
Ukraine meldet Brand an russischem Tarnkappenjäger

ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.11.2026
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In Achtubinsk in der russischen Oblast Astrachan soll eine Suchoi Su-57 Feuer gefangen haben. Ukrainische Quellen führen den Vorfall auf minderwertigen Treibstoff zurück, unabhängig überprüfen lässt sich bislang wenig. Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR erklärte am 2. November, die Maschine sei beim Anlassen des Triebwerks explodiert. Russische Stellen haben sich bislang nicht geäußert.

Der ukrainische Telegram-Kanal "Absoljutno nadijne džerelo", auf Deutsch: "Absolut verlässliche Quelle", veröffentlichte am 30. Oktober Satellitenaufnahmen, die eine Brandspur und Trümmer auf freiem Gelände zwischen den Rollwegen zeigen.

Verunreinigter Treibstoff als mögliche Ursache

Der Fliegerhorst Achtubinsk ist die Heimat des Staatlichen Flugzentrums GLIZ, wo Russland die Su-57 bereits seit Jahren testet. Nach Darstellung des HUR war die betroffene Su-57 mit dem Triebwerk vom Typ AL-41F1 ausgestattet. Das Aggregat gilt als Übergangslösung für den Tarnkappenjäger.

Solche Aggregate könnten bei Treibstoff schlechter Qualität katastrophal versagen, heißt es weiter. Der Geheimdienst bringt den Vorfall mit den ukrainischen Langstreckenangriffen auf russische Raffinerien in Verbindung, die die inländische Produktion von Kerosin stören. Unklar ist allerdings, ob das tatsächlich ursächlich für den Brand war.

Bereits im August hatte die Behörde erklärt, Russland sei zunehmend auf Importe von Flugzeugtreibstoff angewiesen.

Parallel dazu steht bei einem weiteren Vorfall ein Treibstoffproblem im Raum. Am 29. September stürzte eine Tupolew Tu-95MS kurz nach dem abendlichen Start vom Fliegerhorst Ukrainka in der Oblast Amur ab.

Im Steigflug sollen drei der vier Triebwerke nahezu gleichzeitig ausgefallen sein. Das russische Verteidigungsministerium teilte lediglich mit, eine Untersuchungskommission habe ihre Arbeit aufgenommen. Zur Ursache hat sich Moskau nicht geäußert, auch die Angaben zum Triebwerksausfall sind nicht offiziell bestätigt.

Als mögliche Ursache wird vor allem ein Problem mit der Kraftstoffversorgung diskutiert, belegt ist das nicht. Der Verdacht ist nicht neu: Schon beim Absturz einer Tu-95MS im Juli 2015, ebenfalls nach dem Verlust von drei Triebwerken, wurde über einen Defekt im Treibstoffsystem und verunreinigtes Kerosin spekuliert.

Offizielle Ergebnisse wurden nie veröffentlicht.