Zwei Airbus C295 sollen künftig von der Marinebasis U-Tapao im Küstenort Sattahip aus operieren. Die Transportmaschinen sind nicht nur für den klassischen Nachschubtransport ausgelegt, sondern sollen auch bei Such- und Rettungsmissionen sowie zur Seeüberwachung eingesetzt werden.
Dafür werden sie mit einem elektrooptischen und infrarotgestützten Sensorsystem ausgestattet, das Ziele auf dem Wasser wie auf dem Land erkennen und klassifizieren kann.
Die thailändische Luftwaffe bestellte kürzlich selbst zwei Exemplare der C295, das Heer betreibt bereits seit 2016 drei Maschinen für Truppen- und Frachttransporte. Mit den beiden neuen Marinemaschinen setzen nun alle drei Teilstreitkräfte auf denselben taktischen Transporter.
Gefertigt werden die Marinemaschinen im andalusischen Sevilla, die erste Auslieferung ist für Ende 2028 vorgesehen. Airbus hat zudem mit Thai Aviation Industries eine Vereinbarung über künftige Wartung und Unterstützung der Flugzeuge in Thailand selbst unterzeichnet. Das Vertragsvolumen gab Airbus bisher nicht bekannt.
Thailand erweitert Kapazitäten der Luftwaffe
Im August 2025 orderte die Luftwaffe vier Kampfjets, die schwedische Saab Gripen E/F; drei Einsitzer und einen Doppelsitzer. Die neuen Maschinen sollen die bereits im Dienst stehende Staffel älterer Gripen C/D ergänzen. Auch im Zuge dieses Vertrages hatte der Hersteller zugesagt, die thailändische Industrie einzubeziehen.
Einen Monat später, im September 2025, sicherte sich Thailand als erster Kunde weltweit einen Airbus A330 MRTT+, die modernisierte Version des bewährten Tankers auf Basis der A330-800neo.
Für die Luftwaffe, die bislang über keinerlei Luftbetankungskapazität verfügte, ist das ein qualitativer Sprung. Das Flugzeug soll die F-16 Fighting Falcon ebenso unterstützen wie die neuen Gripen, darüber hinaus ist es für humanitäre Einsätze und Evakuierungen vorgesehen. Ausgestattet wird es mit beiden gängigen Betankungssystemen, einem Sanitätsmodul sowie einer VIP-Kabine. Die Auslieferung ist für 2029 geplant.





