Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben die geplante Weitergabe von 30 Mirage 2000-9 an Marokko auf unbestimmte Zeit eingefroren, wie das französische Magazin "Africa Intelligence" unter Berufung auf Regierungskreise berichtet. Die Emirate brauchen die Maschinen demnach selbst noch. Im Zuge des Iran-Krieges stand die Luftabwehr der VAE massiv unter Druck. Laut "Africa Intelligence" soll der Krieg Grund für die Entscheidung sein.
Mit einem milliardenschweren Kauf von Rafale-Kampfjets wollten die Emirate ihre Mirage 2000 schrittweise ausmustern. 80 Exemplare der Rafale F4 haben die Emirate bei Dassault bestellt. Im Januar 2025 war der erste für die VAE bestimmte Doppelsitzer fertig.
30 Mirage 2000 für Marokko
Marokko sollte etwa die Hälfte der alten Mirage-Flotte übernehmen, voraussichtlich ab 2027. 30 Flugzeuge sollten nach Nordafrika gehen. Der Transfer basiert auf einem konkreten, 2024 von Frankreich vermittelten Abkommen. Wann die 30 Mirage nach Marokko geliefert werden, ist derzeit vollkommen offen.
Die Mirage 2000-9E ist eine einsitzige Mehrzweckvariante, die ursprünglich exklusiv für die Emirate als Weiterentwicklung der Mirage 2000-5 konzipiert wurde. Durch Modernisierungsverträge mit Dassault, Thales und MBDA wurde die Plattform über die Jahre erheblich aufgewertet.
Marokko und Algerien rüsten ihre Luftwaffen auf
Marokko modernisiert seine Luftstreitkräfte seit Jahren unter dem Druck eines schwelenden Konflikts mit Algerien. Auch das Nachbarland beschafft fortschrittliche Kampfflugzeuge. Allerdings kommen die aus Russland.
Algerien hat bereits Suchoi Su-57 erhalten; ein Schafhirte filmte den russischen Stealth-Jet im Flug. Auf dem Luftwaffenstützpunkt Oum El Bouaghi sind außerdem algerische Su-30MKA stationiert, die ebenfalls in Russland beschafft wurden. Über 70 davon betreibt das nordafrikanische Land.
Marokko soll 2027 neue F-16 Block 70/72 von Lockheed Martin erhalten. Außerdem steht die Modernisierung der bestehenden F-16C/D auf den neueren Standard an.





