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Alexander Gerst fliegt zur ISS

Auf zu neuen Horizonten

UPDATE Der deutsche ESA-Astronaut startete am Mittwoch vom Kosmodrom Baikonour aus zu seiner zweiten ISS-Mission "Horizons".

Alexander Gerst, der russische Kosmonaut Sergej Prokopjew und die NASA-Astronautin Serena Auñón-Chancellor hoben am Mittwoch um 13.12 Uhr MESZ an Bord einer Sojus-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. Nach 34-maligem Umkreisen der Erde sollen die Raumfahrer mit ihrem Sojus-Raumschiff am Freitag um 13:07 Uhr GMT (15:07 MESZ) die ISS erreichen. Das Andockmanöver kann im ESA-Livestream verfolgt werden

Gerst hat für seine Horizons-Mission mehr als 6000 Trainingsstunden absolviert. "Durch meine Erfahrungen aus der BlueDot-Mission waren viele Übungen für mich nur Wiederholungen. Aber dafür muss ich jetzt als Kommandant für den zweiten Teil der Horizons-Mission auch mehr Verantwortung übernehmen", schreibt Gerst in seinem letzten Blog-Eintrag fünf Stunden vor dem Start. Er habe bereits im Vorfeld den Überblick über das Training des ganzen Teams behalten, die Logistik an Bord mit vorausplanen, Mannschaftsaufgaben zuweisen und eine gute gute Kommunikation mit der Bodenkontrolle gewährleisten müssen. 

Gerst ist der erste Deutsche, der das Kommando auf der ISS übernehmen wird. Ab Oktober trägt er die Verantwortung für die 57. Expeditionsmannschaft. "Am Anfang unseres Trainings fand ich es gar nicht so einfach, mit dieser neuen Verantwortung klar zu kommen. Aber ich bin hineingewachsen", so Gerst. Dabei habe er auch gelernt, dass Entscheidungen oft nicht zu 100 Prozent richtig zu fällen seien, wenn es schnell gehen müsse. "Dann müssen vielleicht 70 oder 80 Prozent Perfektion ausreichen, um die konkrete Situation zu entschärfen."

Während seiner sechs Monate im All wird Gerst an 67 europäischen Experimenten arbeiten, 41 davon stammen aus Deutschland. Seine Rückkehr ist für den 13. Dezember geplant.

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