SLS besteht Tanktest NASA/Joel Kowsky
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SLS besteht Tanktest

Nach Reparaturen auf der Startrampe SLS besteht Tanktest

Alle Ziele des Tests seien erreicht worden, so die NASA. Allerdings trat erneut ein Wasserstoffleck auf.

Die NASA hat am Mittwoch die Mondrakete Space Launch System (SLS) testweise mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff betankt. In einem frühen Stadium der Betankung der Hauptstufe war es erneut zu einem Wasserstoffleck gekommen. Anders als beim Startversuch am 3. September gelang es dem NASA-Team diesmal jedoch, das Problem zu beheben und den Prozess zu Ende zu führen.

"Ich denke, der Test lief wirklich gut", sagte Charlie Blackwell-Thompson, Artemis-1-Startdirektorin nach dem Test. Alle Ziele seien erreicht worden. Bei dem Test wurden Dichtungen an zwei Wasserstoff-Zuleitungen an der Hauptstufe erprobt, die zuvor auf der Startrampe ersetzt worden waren. Zudem wurden veränderte Verfahren genutzt, um Druck- und Temperaturspitzen beim Tanken des flüssigen Wasserstoffs zu vermeiden. Der Prozess umfasste auch einen "kick-start bleed test", bei dem den Triebwerken noch während der Betankung der Hauptstufe Flüssigwasserstoff zugeführt wird, um sie auf den Start vorzubereiten, sowie einen Test der Vordruckbeaufschlagung der Hauptstufe vor dem Start.

Doch noch hat die NASA die SLS-Rakete nicht für flugbereit erklärt. Man werde nun die Daten auswerten sowie das Wetter und andere Faktoren untersuchen. Die NASA hat einen Startversuch für den 27. September angekündigt. Allerdings fehlt noch immer die dafür nötige Sondergenehmigung der US Space Force für einen verlängerten Betrieb der Batterien des Flight Termination System, mit dem die Rakete im Notfall gesprengt werden kann.

Im Rahmen der unbemannten Mission Artemis 1 soll das SLS erstmals starten, an ihrer Spitze das Orion-Raumschiff. Die Rakete soll Orion auf eine Flugbahn zum Mond bringen. Die Mission würde bei einem Start am 27. September 39 Tage dauern, die Wasserung der Kapsel ist für den 5. November vor der Küste von San Diego geplant.

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