Auch Lufthansa verschmäht frühe Boeing 777-9 - und will Rabatte

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Auch Lufthansa verschmäht frühe Boeing 777-9

ArtikeldatumVeröffentlicht am 06.08.2026
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Bei der ersten fliegenden Boeing 777-9 wurde erstmals die Elektrik eingeschaltet.
Foto: Boeing

Lufthansa rechnet 2027 mit den ersten Boeing 777-9 für das Drehkreuz Frankfurt, sieben Jahre später als ursprünglich terminiert.

"Die Indienststellung der 777X ist weiter für Sommer 2027 geplant", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Dienstag in Frankfurt. "Boeing hat einen Lieferstart im ersten Quartal zugesagt." Lufthansa werde aber noch einige Airbus A340-300 vorhalten, um den Flugplan im Falle einer weiteren Verzögerung "abzusichern".

Lufthansa ist designierter Erstbetreiber, hat 20 777-9 verbindlich bestellt – und wird zunächst Flugzeuge erhalten, die das Werk bereits im aktuellen Serienstandard verlassen haben.

Das trifft allerdings nicht auf jede 777-9 zu. Boeing hatte schon zwischen 2019 und 2021 rund 30 777-9 produziert, darunter Flugzeuge für Emirates und Lufthansa.

Zehn 777-9 aus dieser Frühserie "werden wir nicht abnehmen", hatte Emirates-Chef Tim Clark im Juli auf der Farnborough Airshow unmissverständlich klargestellt. Zwingen kann Boeing Emirates kaum – die Airline ist mit 270 Flugzeugen der mit Abstand größte 777X-Kunde – und lässt Herstellern ohnehin wenig durchgehen.

Die erste Boeing 777-9 für Lufthansa mit fertiger Kabine startet zum Jungfernflug.
Tim Stake (Boeing)

"Finanzielle Zugeständnisse" von Boeing

Lufthansa hat bei einigen früh gebauten 777-9 ebenfalls Bauchschmerzen. "Wie unsere Freunde in Dubai führen wir mit Boeing Gespräche dazu, welche dieser Flugzeuge wir (...) nicht akzeptieren werden und welche wir bereit sind – nach Modernisierung und unter finanziellen Zugeständnissen von Boeing – abzunehmen", sagte Spohr.

Nach Medieninformationen will Boeing von designierten Kunden zurückgewiesene 777-9 in Flottenpaketen mit starkem Rabatt verkaufen. Als möglicher Schnäppchenjäger wird der US-Flugkonzern United Airlines gehandelt.