Ethiopian Airlines wird 80

Afrikas größte Airline nach Netz und Passagieren
Ethiopian Airlines feiert 80 Jahre

ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.06.2026
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Ethiopian Airlines feiert 80 Jahre

Ethiopian präsentierte am Donnerstag auf dem Frankfurter Flughafen auf dem Vorfeld von Terminal 3 ihren aktuell ab Deutschland nach Äthiopien eingesetzten Airbus A350-900. Der tägliche Flug startet abends am Main und erreicht Addis Abeba am frühen Morgen. Der Rückflug erfolgt ebenfalls über Nacht und die Landung in Deutschland am Morgen. Montags, und bei besonders hohem Aufkommen, setzt Ethiopian sogar eine längere A350-1000 auf der Strecke ein.

Aufbau nach westlichen Standards

Die 1945 gegründete und seit 1946 fliegende Airline nutzte als Grundausstattung Douglas C-47 Militärtransporter, die teilweise in einer Combi-Ausführung mit Fracht und Passagierabteil genutzt wurden. Mit langjähriger technischer Hilfe von TWA aus den USA wurde Ethiopian nach westlichen Maßstäben strukturiert und immer moderner ausgestattet.

Flottenpionier

Das profitable Staatsunternehmen bildet Luftfahrtpersonal an einer eigenen Betriebsakademie aus und gehört zu den Erstkunden bei vielen neuen Flugzeugmustern, darunter A350 und Boeing 777-9. Letztere wird ab Jahresende 2027 oder Anfang 2028 erwartet. Dieser Zweistrahler erhält für sehr lange Flüge nach China und in die USA eine nochmals verbesserte Business Class.

Im nach Europa genutzten Airbus A350-900 sind vorne 30 Sitze der Business Class installiert, die sich in flache Betten verwandeln lassen. Verschiebbare Sichtblenden sorgen für Privatsphäre. Im Hauptabteil sind 313 Sitze der Economy Class installiert (3-3-3, 32 Zoll Abstand).

Wichtige Rolle für den ganzen Kontinent

Äthiopiens Botschafter in Deutschland, Eskindir Yirga Asfaw, würdigte die Airline als Hoffnungssymbol für Afrika und für die wirtschaftliche Entwicklung Äthiopiens. Schon 2031 will Äthiopien einen neuen Drehkreuzflughafen eröffnen, er entsteht mit chinesischem Kapital in Bishoftu, südöstlich der Hauptstadt, und wird von der Flughafenfirma der verstorbenen Starachitektin Zaha Hadid konzipiert. Das per Schnellbahn angebundene neue Afrika-Drehkreuz soll im Endausbau bis zu 110 Mio. Passagiere im Jahr abfertigen können.