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FLUG REVUE-Reihe: Faszination Drohnen (3)

Drohneneinsatz im Rettungsteam

Drohnen gibt es in unterschiedlichsten Größen und mit unterschiedlichsten Fähigkeiten. Lockheed Martin ließ jetzt solche Drohnentypen im Verbund ein Feuer löschen, eine Person aufspüren und diese in Sicherheit bringen.

Mitte November flogen auf der Drohnentestbasis "New York UAS Test Site Operations Center" am Griffiss International Airport in den USA vier Drohnen bei einer Demonstration im Verbund: Eine optional bemannte Kaman K-MAX-Hubschrauberdrohne, eine Sikorsky Autonomy Research Aircraft-Hubschrauberdrohne (SARA), eine kleinere Indago Quadrotor-Drohne und eine Desert Hawk 3.1-Flächenflugzeugdrohne.

Während die K-MAX-Drohne für den Schwerlasttransport optimiert ist, kann die Drohne SARA Landeplätze suchen und dort Personen aufnehmen. Foto und Copyright: Lockheed Martin

Die Indago-Drohne spürte mit ihrer Infrarotkamera Brandnester auf und übertrug die Positionsdaten an eine Bodenstation, die den K-MAX-Hubschrauber anwies, autonom Wasser in einem nahegelegenen Teich aufzunehmen und über dem Brandherd abzuwerfen. Damit konnte das Feuer gelöscht werden. Das Desert-Hawk-Drohnenflugzeug suchte unterdessen die Position einer vermissten Person, so dass die autonome Hubschrauberdrohne SARA, eine modifizierte Sikorsky S-76, das Gelände nach einem sicheren Landeplatz absuchen konnte, um zu landen und dort die Person aufzunehmen.

"Unser Ziel ist es, durch den Verbund autonomer Luftfahrzeuge die Sicherheit und die Fähigkeiten zu verbessern", sagte Mark Miller, Vice President, Engineering and Technology bei der Lockheed-Tochter Sikorsky. "Wenn es um lebensbedrohliche Situationen geht, können fortschrittliche Mensch-Maschine-Teams die gefährlichsten Einsätze durchführen, ohne dass dabei weitere Leben aufs Spiel gesetzt werden. Die Fortschritte bei autonomen und unbemannten Systemen werden die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz bei humantären und Rettungseinsätzen verbessern. Das gilt für zivile und militärische Einsätze zu Lande, zu Wasser und in der Luft und auch Unterwasser."

Die K-MAX-Drohne bringt eine Wasserlast zum Brandherd und wirft sie dort zum Löschen ab. Vorher flog die Drohne einen Teich zur Wasseraufnahme autonom an. An Bord überwachte ein Testpilot den Drohnenflug. Foto und Copyright: Lockheed Martin

Ebenfalls wurde demonstriert, wie man unbemannte Luftfahrzeuge mit Radar und anderen Sensoren überwacht und steuert. "Drohnen müssen lediglich mit einem Laptop oder Tablet-Computer geführt werden können", sagte Lawrence Brinker, Direktor der an der jüngsten Demonstration beteiligten NUAIR Alliance. "Durch die Zusammenarbeit mehrerer US-Bundesbehörden mit Lockheed Martin werden wir unbemannte Luftfahrzeuge sicher ohne Piloten betreiben können."

Lockheed Martin erwartet, dass sich die Betriebsverfahren im Militär, bei Feuerwehren und Rettungseinsätzen und im Forschungbereich durch die Verwendung unbemannter Drohnen und Systeme wesentlich verändern werden.

Weitere Teile unserer Serie "Faszination Drohnen":

1) Drohnen als fliegende Arbeiter
2) Drohnen im kontrollierten Luftraum
3) Drohneneinsatz im Rettungsteam
4) Volocopter VC200 - Die bemannte Drohne aus Deutschland
5) Drohnenschwarm als Werbeträger
6) Erste Drohne im Linienverkehr

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