Konkurrenz für Lufthansa: Emirates darf nach Berlin fliegen

Konkurrenz für Lufthansa
Emirates darf nach Berlin fliegen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.09.2026
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Eine A380 von Emirates nach einer regnerischen Landung
Foto: Emirates

Seit Jahren hat Sir Tim Clark, Präsident der Golf-Airline Emirates, immer wieder seinen Wunsch geäußert, auch Berlin mit seiner Flotte anzufliegen. Doch das bisherige Luftverkehrsabkommen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und der Bundesrepublik sah nur vor, dass Fluggesellschaften aus den Emiraten maximal vier Flughäfen in Deutschland bedienen dürfen. Aktuell sind das Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg.

Widerstand gegen Emirates-Flüge nach Deutschland kam von der deutschen Luftverkehrsbranche, allen voran Lufthansa, und Teilen der deutschen Politik. Wertschöpfung und Arbeitsplätze würden dadurch an den Golf verlagert und es handle sich um Wettbewerbsverzerrung, weil Emirates von der Regierung Dubais massiv subventioniert werde, so die Argumente.

Keine Flüge nach Stuttgart

Bei einem Besuch des Präsidenten der VAE, Scheich Mohammed bin Sajid, wurde der jahrelange Streit am 10. September beigelegt. Darüber hinaus kündigten die VAE Investitionen in der BRD in Höhe von rund 40 Milliarden Euro an.

Die Bundesregierung gewährt Emirates, ohne die Airline namentlich zu nennen, mit sofortiger Wirkung ein fünftes Ziel in Deutschland. "Nach jahrelangen Verhandlungen sind wir endlich zu einem zukunftsfähigen Ergebnis gekommen. Indem wir ab sofort einer Airline der VAE zu ihren bislang vier Landepunkten einen weiteren und damit fünften Landepunkt in Deutschland gewähren, binden wir Deutschland noch besser an die VAE an. Die zusätzlichen Flüge der Fluggesellschaft sind dabei auf maximal sieben Flüge pro Woche begrenzt. Gleichzeitig schließen wir ein Flugangebot der Airline zwischen dem fünften Landepunkt und Drittstaaten aus", sagte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger.

Der Regierende Bürgermeister Berlins, Kai Wegner, sprach in einer Pressemitteilung am Abend des 10. Septembers von täglichen Langstreckenflügen von und zum BER. Das ist weniger, als sich die Airline gewünscht hat – Emirates wollte je sieben Flüge pro Woche nach Berlin und Stuttgart -, aber mehr, als Lufthansa lieb ist.