Seit Jahren hat Sir Tim Clark, Präsident der Golf-Airline Emirates, immer wieder seinen Wunsch geäußert, auch Berlin mit seiner Flotte anzufliegen. Doch das bisherige Luftverkehrsabkommen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und der Bundesrepublik von 1994 sah nur vor, dass Fluggesellschaften aus den Emiraten vier Flughäfen in Deutschland bedienen darf, nämlich Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg.
Widerstand gegen Emirates-Flüge nach Deutschland kam von der deutschen Luftfverkehrsbranche, allen voran Lufthansa, und Teilen der deutschen Politik. Wertschöpfung und Arbeitsplätze würden dadurch an den Golf verlagert und es handle sich um Wettbewerbsverzerrung, weil Emirates von der Regierung Dubais massiv subventioniert werde, so die Argumente.
Keine Flüge nach Stuttgart
Bei einem Besuch des Präsidenten der VAE, Scheich Mohammed bin Sajid, wurde der jahrelange Streit am 10. September beigelegt. Darüber hinaus kündigten die VAE Investitionen in der BRD in Höhe von rund 40 Milliarden Euro an.
Die Bundesregierung gewährt Emirates, ohne die Airline namentlich zu nennen, mit sofortiger Wirkung ein fünftes Ziel in Deutschland. Der Regierende Bürgermeister Berlins, Kai Wegner, sprach in einer Pressemitteilung am Abend des 10. Septembers von täglichen Langstreckenflügen von und zum BER. Das ist weniger, als sich die Airline gewünscht hat – Emirates wollte je sieben Flüge pro Woche nach Berlin und Stuttgart -, aber mehr, als Lufthansa lieb ist.





