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Krankmeldungswelle bei den Piloten

UPDATE: Flugausfälle bei airberlin

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Am Dienstag sind bei airberlin viele Flüge ausgefallen. Grund ist eine ungewöhnlich hohe Zahl von Krankmeldungen durch die Piloten. airberlin bezeichnet die Krise mittlerweile als existenzbedrohend.

airberlin teilte mit, sie bedauere die Unannehmlichkeiten für ihre Fluggäste. airberlin bitte ihre Passagiere, vor der Anfahrt zum Flughafen den Status ihres Fluges unter www.airberlin.com/fluginfo zu prüfen. Passagieren, die von Flugstreichungen betroffen seien, werde airberlin die "bestmögliche Reisealternative" anbieten. Die Nummern der zuständigen airberlin Service-Hotline würden auf der Webseite http://www.airberlin.com/de/site/airberlin_service_center.php genannt. Passagiere, deren Flüge Teil einer Pauschalreise seien, würden gebeten, den Reiseveranstalter oder ihr Reisebüro zu kontaktieren. Entstandene Mehrkosten könnten im Anschluss unter www.airberlin.com/beschwerde geltend gemacht werden, so die Fluggesellschaft.

Grund für den Ausfall der Flüge sollen Krankmeldungen nach am Montag durch die airberlin-Geschäftsführung abgebrochenen Gesprächen über die Übernahme der rund 1200 Piloten durch einen neuen Investor sein. Strittig ist derzeit, auf welchem grundsätzlichen Niveau die künftige Entlohnung stattfinden würde, wieweit das erreichte airberlin-Dienstalter der Piloten bei einer Anschlussbeschäftigung berücksichtigt werden könnte, und ob der im Lufthansa-Konzern übliche DLR-Test auch bei etwaigen Übernahmen fertiger airberlin-Piloten gefordert würde.

UPDATE: 
Am Dienstagnachmittag teilte airberlin mit, dass sie, falls sich die Situation nicht kurzfristig ändere, den Betrieb und damit jegliche Sanierungsbemühungen einstellen müsse. Das Management von airberlin arbeite derzeit gemeinsam mit dem Generalbevollmächtigten Frank Kebekus und dem Sachwalter Lucas Flöther mit Hochdruck an Verhandlungslösungen für airberlin. Eine zentrale Rolle bei diesen Verhandlungen spiele der Erhalt so vieler Arbeitsplätze wie möglich. Bis Freitag dieser Woche laufe die Frist für die Angebote der Investoren. Ziel sei, im Gläubigerausschuss am 21. September zu konkreten Entscheidungen zu kommen.

Durch das Beenden von Leasingverträgen schrumpft die A330-Langstreckenflotte empfindlich. Foto und Copyright: airberlin

Am Montag hatte die Süddeutsche Zeitung außerdem gemeldet, die Leasingfirma AerCap habe die Mietverträge für zehn Airbus A330-200 bei airberlin kurzfristig gekündigt. Damit wäre das Langstreckennetz der insolvenzbedrohten Fluggesellschaft stark eingeschränkt. Ende dieser Woche soll das Bieterverfahren enden, so dass in der dann folgenden Woche über einen Verkauf des Unternehmens entschieden werden kann. Wichtigster Interessent ist die Deutsche Lufthansa, die airberlin-Bestandteile in ihre Tochter Eurowings übernehmen will und bereits Teile der airberlin-Standardrumpfflotte übernommen hat.

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