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Patrick Zwerger
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Längst nicht tot: Bringt auch Etihad die A380 zurück?

Längst noch nicht tot Bringt auch Etihad den Airbus A380 zurück?

Heute am frühen Abend liefert Airbus in Hamburg die allerletzte A380 aus. Doch auch wenn der Riese nicht mehr gebaut wird, tot ist er noch lange nicht. Immer mehr Airlines gewähren der A380 ein Comeback. Nun mehren sich auch bei Etihad die Anzeichen.

British Airways, Qantas und sogar die Dauernörgler von Qatar – alle küssen sie ihre schlafenden Riesen wieder wach, motten ihre A380 aus und bringen den Superjumbo zurück ins Geschäft. Während Erstere das aus voller Überzeugung tun, läuft das Comeback bei Qatar eher zähneknirschend ab, denn eigentlich hat Airline-Chef Akbar Al Baker nichts mehr für sein einstiges Wunschflugzeug übrig. Die anhaltende Krise mit dem neuen Flaggschiff A350 lässt Al Baker aber, nach eigenem Bekunden, keine andere Wahl, als ebenfalls wieder auf die A380 zu setzen. Drei ihrer zehn Superjumbos hat Qatar bislang reaktiviert. Die ersten Linienflüge nach Paris und London liegen bereits hinter ihnen.

Patrick Zwerger
Etihad besitzt zehn A380. Alle sind derzeit eingelagert, ein Großteil davon in Teruel.

Aus "sicher nicht" wird "vielleicht doch"

Nun scheint ein weiterer Carrier aus dem Nahen Osten sich an ein A380-Comeback heranzutasten. Einer, bei dem ein solches noch vor sechs Monaten ebenfalls als ausgeschlossen galt. Etihad Airways aus Abu Dhabi, Besitzer von zehn A380, will die Riesen noch nicht abschreiben. "Sag niemals nie", orakelte Etihad-Chef Tony Douglas schon im Spätsommer, nachdem er im Frühjahr noch fast apodiktisch bekundet hatte: "Ich bin mir sicher, es ist sehr wahrscheinlich, dass wir sie [die A380] nicht mehr bei Etihad im Einsatz sehen werden."

Airbus
Etihad könnte der A380 ein Comeback auf zeit bescheren: "Die Gäste lieben sie!"

Rückkehr auf Zeit

Im Gespräch mit dem Portal Business Insider weckte Douglas vor Kurzem weiter Hoffnungen bei A380-Fans: Wenn die Nachfrage stimme, und sich die A380 wirtschaftlich betreiben lasse, sei sie "wieder drin", so Douglas, der nachschob: "Unsere Gäste lieben sie". Derzeit entwickle sich das Geschäft weiter sehr positiv, doch für eine Entscheidung sei es noch zu früh. Außerdem schränkte Douglas ein, dass ein Comeback der A380, so es denn stattfinde, nur von begrenzter Dauer sei, bis Etihad genügend A350-1000 und Boeing 787 zur Verfügung stünden. Zumindest im Fall der Dreamliner könnte das jedoch noch eine Weile dauern.