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Luxair

Lufthansa trennt sich von weiterer Airlinebeteiligung

Vor 23 Jahren kaufte sich Lufthansa mit 13 Prozent bei Luxair ein, jetzt bietet sie diesen Anteil ihren Miteignern an.

Lufthansa habe Luxemburg über ihre Verkaufsabsichten hinsichtlich Luxair in einem Brief informiert, sagte Infrastrukturminister Francois Bausch vergangene Woche vor dem Parlament.

Größter Aktionär bei Luxair ist Luxemburg mit einem Anteil von 39 Prozent selbst. Banken halten weitere Aktienpakete.

Lufthansa habe die Möglichkeit eines Verkaufs "mit den übrigen Anteilseignern" besprochen, sagte ein Unternehmenssprecher. Über die nächsten Schritte sei noch nicht entschieden. Eine Beteiligung von 24,5 Prozent an Cargolux löste Lufthansa bereits 1997 auf.

Der Zeitpunkt für einen Ausstieg bei Luxair ist vielleicht günstig gewählt. Das Jahr 2014 schloss Luxair mit einem Umsatzplus von fünf Prozent auf 495 Millionen Euro und einem auf 9,7 Millionen Euro verfünffachten Ergebnis ab.

Der Luxair-Flugbetrieb steigerte seine Passagierzahlen 2014 um 19 Prozent auf 1,1 Millionen und machte nach Verlusten im Vorjahr 8,4 Millionen Euro operativen Gewinn. Luxair betreibt in ihrer Flotte drei Boeing 737-800, zwei 737-700, sieben Bombardier Q400 und fünf Embraer ERJ 145.

Erst im März löste Konzernchef Carsten Spohr eine andere, strategisch nicht länger relevante Airlinebeteiligung auf. Lufthansa nutzte ihren 15-Prozent-Anteil  an Jetblue Airways, um Investoren einer Wandelanleihe vorzeitig in Aktien des US-Günstigfliegers auszuzahlen.

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