Australische Medien teilten mit, die WB-57 mit der Bordnummer 926 sei via Darwin zum Luftwaffenstützpunkt RAAF Base Edinburgh in Süd-Australien geflogen. Sie habe sich in Begleitung von zwei Gulfstream G550 der United States Missile Defense Agency befunden. Die WB-57 ist, mit zwei Schwesterflugzeugen (NASA 927 und NASA 928) am Johnson Space Center der NASA in Texas beheimatet. Jetzt soll, bis Ende November ein Einsatz über der Woomera Test Range in Australien bevorstehen. Dabei könnte es um Testflüge mit dem neuen Hypersonic Attack Cruise Missile (HACM) gehen.
Besatzung trägt Astronautenanzüge
Die Martin WB-57 entstand als US-Höhenaufklärerversion und Vorgänger der Lockheed U-2 aus dem britischen Bomber DeHavilland Canberra aus den frühen fünfziger Jahren. Dank ihres sehr großen Flügels schafft die WB-57 Höhen weit über der Dienstgipfelhöhe anderer Flugzeugmuster. Die NASA gibt bis heute lediglich "über" 19,2 Kilometer Höhe (63.000 Fuß) als maximale Höhe an. Die Besatzung des zweistrahligen Flugzeugs besteht aus einem Piloten und einem Sensorbediener. Beide tragen während der Höhenflüge astronautenartige Höhenschutzanzüge. Die WB-57 kann bis zu vier Tonnen Nutzlast befördern und schafft über 4000 km Reichweite bei rund 6,5 Stunden Flugdauer. Wegen ihrer außergewöhnlichen Flughöhe wurden die WB-57 der NASA auch immer wieder vom US Militär ausgeliehen. Über Afghanistan dienten sie zeitweise als fliegende Relaisstation, um Funksprüche der einzelnen US-Teilstreitkräfte an die jeweils anderen Teilstreitkräfte weiterzusenden.





