Ryanair: Vier Prozent mehr Passagiere, elf Prozent mehr Umsatz und 40 Prozent mehr Gewinn

Lowcost-Airline zieht glänzende Jahresbilanz
Ryanair erwartet ihre Boeing 737-10 ab Anfang 2027

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.05.2026
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Boeing 737-10  von Ryanair im Flug
Foto: Boeing

Die Ryanair Holdings plc meldet für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr 208,4 Mio. beförderte Passagiere, eine unverändert hohe Auslastung von 94 Prozent und einen nachsteuerlichen Gewinn, vor außergewöhnlichen Einflüssen, in Höhe von 2,26 Mrd. Euro, 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Stückkosten stiegen um ein Prozent. Die Unternehmensgruppe betreibe mittlerweile 647 Flugzeuge, darunter alle bestellten 210 Boeing 737-8 MAX 200 mit verdichteter Bestuhlung, die bei Ryanair "Gamechanger" genannt werden. Im vergangenen Geschäftsjahr kaufte Ryanair für ihre MAX-Flotte außerdem 30 Ersatztriebwerke LEAP-1B.

Geschicktes Hedging vergrößert den Kostenvorteil

Seinen künftigen Kerosinbedarf für das Geschäftsjahr 2027 habe das Unternehmen zu 80 Prozent durch Hedging zum güstigen Preis von 67 Dollar pro Faß abgesichert. Deswegen erwarte Ryanair einen wachsenden Vorteil gegenüber Konkurrenten, die, angesichts der Nahostkrise, teilweise Marktpreise bis zu 150 Dollar pro Faß zahlen müssten, sagte Vorstandschef Michael O'Leary.

Große Boeing 737-10 wird im Spätsommer zugelassen

Im kommenden Geschäftsjahr 2027 erwarte Ryanair ein Passagierwachstum auf 216 Millionen (plus vier Prozent). Noch im Spätsommer 2026 (Ende des dritten oder Anfang des vierten Quartals) werde die Boeing 737-10 zertifiziert und ab Frühjahr 2027 und bis März 2034 an Ryanair ausgeliefert. Boeing habe die vertraglichen Liefertermine kürzlich bekräftigt. Ryanair hatte 300 Flugzeuge dieser längsten 737-Version bestellt, die 20 Prozent weniger Kerosin verbraucht und 20 Prozent mehr Sitze hat.

Wachstumskurs weiter mit O'Leary an der Spitze

Bis 2024 will Ryanair auf 300 Millionen beförderte Passagiere im Jahr wachsen. Der weiterhin sehr erfolgreiche Ryanair-Vorstandschef O'Leary soll seinen Posten nun nicht mehr nur bis 2028, sondern bis 2034 behalten. Entsprechende Vertragsverlängerungsverhandlungen liefen bereits bei den Ryanair-Eigentümern.