in Kooperation mit

Forschungsprojekt ACCEL

Rolls-Royce treibt elektrisches Fliegen voran

Der britische Triebwerkshersteller will gemeinsam mit Forschungspartnern ein elektrisches Antriebssystem im Flug erproben.

Im Rahmen des von Rolls-Royce geleiteten und von der britischen Regierung mitfinanzierten Forschungsprojekts ACCEL (Accelerating the Electrification of Flight) soll ein elektrisches Hochleistungssystem entwickelt und an einem Demonstratorflugzeug erprobt werden. Das teilte Rolls-Royce am Montag auf der Farnborough Airshow mit. Forschungspartner sind die britischen Unternehmen YASA und Electroflight. YASA stellt leichte Hochleistungs-Elektromotoren und Steuergeräte unter anderem für die Automobilindustrie her, Electroflight hat sich auf elektrische Antriebsstränge und Energiespeicher spezialisiert.

"Wir untersuchen bereits das Potenzial von hybrid-elektrischen Antrieben und bauen auf unsere Erfahrung mit Hybrid-Antrieben und gasturbinengetriebenen Marineschiffen, aber diese Finanzierung durch die britische Regierung ermöglicht es uns, das Potenzial des komplett elektrischen Fliegens zu untersuchen", so Rob Watson, Director of Electrical bei Rolls-Royce. Rolls-Royce erhält für ACCEL und weitere Projekte im Zusammenhang mit dem Zukunftstriebwerk UltraFan 70 Millionen Pfund (rund 79 Millionen Euro).

Die zunehmende Nutzung elektrischer Systeme sei ein unausweichlicher Trend in der Luftfahrt und Expertise in diesem Bereich sei ein Kern der langfristigen Rolls-Royce-Strategie, so Watson. Welches Demonstratorflugzeug für ACCEL tatsächlich zum Einsatz kommen soll, wann Testflüge stattfinden könnten sowie technische Spezifikationen zu Elektromotor und Batterien gab Rolls-Royce bislang noch nicht bekannt.

Rolls-Royce ist bereits beim hybrid-elektrischen Fliegen aktiv: Im Rahmen des Projekts E-Fan X arbeitet der britische Triebwerkshersteller zusammen mit Airbus und Siemens an einem Flugdemonstrator für ein kommerzielles Regionalflugzeug. Auch hier gibt die britische Regierung eine Finanzspritze von 58 Millionen Pfund (etwa 66 Millionen Euro). In Farnborough stellte Rolls-Royce zudem gemeinsam mit dem Autohersteller Aston Martin und der Cranfield University ein Konzept für einen hybridelektrischen, dreisitzigen Senkrechtstarter vor. Das sogenannte Volante Vision Concept könne für den Personen- und Frachtverkehr sowie für militärische Anwendungen genutzt werden und Anfang der 2020er Jahre erstmals fliegen, so Rolls-Royce.

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