MTU Maintenance baut globales MRO-Netzwerk aus

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Mehr Kapazität für LEAP, GTF und PW800
MTU Maintenance auf Wachstumskurs

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 11.05.2026
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Foto: MTU

Der weltweite Luftverkehr zieht weiter an – und mit ihm der Bedarf an Triebwerksinstandhaltung. Für Fluggesellschaften und Leasinggeber gewinnen Kapazitäten, technische Tiefe und verlässliche Durchlaufzeiten an Bedeutung. Die MTU Maintenance reagiert darauf mit dem gezielten Ausbau ihres globalen MRO‑Netzwerks und einem klaren Fokus auf operative Leistungsfähigkeit.

2025 war für die Instandhaltungssparte der MTU ein arbeitsreiches Jahr. Über nahezu alle relevanten Triebwerksprogramme hinweg blieb die Nachfrage hoch, gleichzeitig wurden an mehreren Standorten neue Fähigkeiten aufgebaut oder bestehende erweitert. Heute betreut die MTU Maintenance weltweit mehr als 30 verschiedene Triebwerkstypen, von Kurz- über Langstrecke.

Ein Netzwerk, das gemeinsam arbeitet

Das Rückgrat bildet ein international verzahntes Netzwerk mit Standorten in Europa, Nordamerika, Südamerika, Ozeanien und Asien. Mehr als 7.000 Expert:innen arbeiten dort in Maintenance, Repair & Overhaul (MRO) sowie im On-Site-Service.

"Je größer und vielfältiger unser MRO‑Netzwerk wird, desto wichtiger ist es, die operativen Aktivitäten über alle Standorte hinweg enger zu verzahnen", sagt Jaap Beijer, Geschäftsführer der MTU Maintenance Hannover und Executive Vice President MRO Operations. Ziel sei es, Wachstum strukturiert zu steuern und die Zusammenarbeit im Netzwerk weiter zu stärken.

Ausbau zentraler Standorte

Ein sichtbares Beispiel für diesen Ansatz ist der Standort MTU Maintenance Fort Worth in Texas. Er wird derzeit zu einem vollwertigen Instandhaltungsbetrieb ausgebaut. In Zentrum steht künftig das LEAP-Triebwerk, für das der Standort die Premier-MRO-Lizenz erhalten hat. Der Hochlauf läuft bereits, der Prüfstand mit bis zu 100.000 Pfund Schub wird derzeit korreliert. Die erste Einlastung des LEAP-1B ist für Sommer 2026 geplant. "In Fort Worth entsteht so in enger Zusammenarbeit mit dem Führungsteam vor Ort und Expertinnen und Experten aus verschiedenen Standorten ein Best‑in‑Class‑Shop für LEAP-Triebwerke", so Beijer.

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Parallel stärkt die MTU ihre Präsenz in weiteren Regionen. In China ergänzt das neue Werk in Jinwan das bestehende Netzwerk und trägt der steigenden Nachfrage im asiatischen Markt Rechnung. In Europa hat die MTU Maintenance Berlin‑Brandenburg ihr PW800‑Programm von einem Fokus auf die Niederdruckturbine zu vollständigen MRO‑Kompetenzen ausgebaut. Und auch das im polnischen Jasionka gelegene Joint Venture mit Lufthansa Technik, EME Aero, ist weiterhin auf Erfolgskurs: Dort wurde vor Kurzem das 1.000. GTF‑Triebwerk eingelastet sowie eine zweite Testzelle in Betrieb genommen. Ab 2028 sollen dort pro Jahr 500 Shop Visits absolviert werden.

Gewappnet für die Zukunft

Mit dem Wachstum steigen auch die Anforderungen an Prozesse und Schnittstellen. Die MTU setzt daher verstärkt auf standardisierte Abläufe und den systematischen Austausch von Erfahrung und Best Practices zwischen den Standorten.

"Unser Ziel ist es, die besten Lösungen aus dem Netzwerk zusammenzuführen und standortübergreifend nutzbar zu machen", betont Beijer. Damit ist die MTU Maintenance auch zukünftig für den anhaltenden MRO-Bedarf bestens aufgestellt.