Pratt & Whitney überführt das XA103 aus der digitalen in die physische Welt. Man habe die vollständige digitale technische Bewertung des Triebwerks im Rahmen des NGAP-Programms (Next Generation Adaptive Propulsion) der US Air Force abgeschlossen, teilte Pratt & Whitney am 8. Mai mit. Damit gehe man in die Beschaffung und Produktion von physikalischer Hardware über.
"Während wir mit dem Zusammenbau unseres Triebwerks für Testzwecke voranschreiten, entwickelt unser NGAP-Team gleichzeitig neuartige digitale Validierungstools. Die Leistung, die wir von diesem Triebwerk erwarten, übertrifft alles, was heute verfügbar ist, und unterstreicht die entscheidende Bedeutung kontinuierlicher Verbesserung und stabiler Investitionen, um den Antrieb als strategischen Wettbewerbsvorteil zu erhalten", so Jill Albertelli, Präsidentin des Geschäftsbereichs Militärtriebwerke bei Pratt & Whitney.
Variation des Nebenstromverhältnisses
Das XA103 ist ein Triebwerk mit adaptivem Kreiszprozess. Es soll in zwei unterschiedlichen Modi betrieben werden können: mit hoher Schubkraft für maximale Fluggeschwindigkeit und mit hoher Effizienz für größtmögliche Reichweite oder Flugdauer. Das wird vor allem über die Verstellung des Nebenstromverhältnisses erreicht. Details dazu gab Pratt & Whitney nicht bekannt.
Neben Pratt & Whitney arbeitet auch GE Aerospace mit dem XA102 an einem entsprechenden Triebwerk mit variablem Kreisprozess für den US-Fighter der sechsten Generation. Das Unternehmen hat wie Pratt & Whitney im Februar 2025 die detaillierte Entwurfsüberprüfung abgeschlossen.
Eines der Triebwerke soll die nächste Generation von US-Kampfflugzeugen antreiben, darunter die Boeing F-47. Das NGAP-Programm ist jedoch mittlerweile um mehr als zwei Jahre verzögert. Laut Medienberichten liegt das vor allem an Lieferkettenproblemen der Triebwerkshersteller.





