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Neues Turboprop-Triebwerk von GE Aviation

Advanced Turboprop vor dem Erstlauf

Der US-Triebwerkshersteller GE Aviation will Ende des Jahres mit den ersten Bodentests mit dem neu entwickelten Advanced Turboprop beginnen.

Die Designarbeiten am Advanced Turboprop (ATP) seien weitgehend abgeschlossen, informiert GE Aviation in einer Pressemitteilung. Aktuell würden die Teststände im tschechischen GE-Werk in Prag für das Advanced Turboprop vorbereitet, um das Triebwerk nach dem Zusammenbau Ende des Jahres erstmals in Betrieb nehmen zu können.

Unterdessen testen Ingenieure im Münchner GE European Technology Center Komponenten des neuen Turbopros, darunter die Kompressorsektion. "Unsere Ingenieure sind optimistisch, dass die für das Advanced Turboprop angegebenen Leistungszahlen erreicht oder überschritten werden", sagte Brad Mottier, Vice President und General Manager von GE Aviation's Business & General Aviation und Integrated Systems.

Das ATP mit 1240 Wellen-PS ist das erste Aggregat einer neuen Triebwerksfamilie in der Klasse zwischen 1000 und 1600 Wellen-PS für Geschäftsreiseflugzeuge und Flugzeuge der allgemeinen Luftfahrt. Es soll mit 16:1 über das beste Gesamtdruckverhältnis seiner Klasse verfügen, GE verspricht Treibstoffeinsparungen von 20 Prozent bei einer um bis zu zehn Prozent höheren Reisegeschwindigkeit verglichen mit herkömmlichen Antrieben der gleichen Leistungsklasse. Das Überholungsintervall liegt nach Angaben von GE bei 4000 Stunden und damit gut ein Drittel über dem vergleichbarer Antriebe.

Mehr als ein Drittel der Bauteile wird gedruckt

Beim ATP setzt GE Aviation noch stärker als bisher auf 3D-Druck: 35 Prozent der Teile sollen nach Angaben des Triebwerksherstellers additiv gefertigt werden, darunter Lagergehäuse, Wärmetauscher und die Brennkammerwand. Durch 3D-Druck soll das Gewicht des ATP um fünf Prozent gesenkt werden, was wiederum rund ein Prozent an Treibstoffeinsparungen bringt.

Prototyp der Cessna Denali. Foto und Copyright: Textron Aviation

Zum Einsatz kommen soll das Triebwerk zunächst in der Cessna Denali, die der Flugzeugbauer aus Wichita auf das ATP zuschneidet. Das Geschäftsreiseflugzeug mit einer Außenlänge von knapp 15 Metern und acht bis elf Sitzplätzen soll der PC-12 von Pilatus Konkurrenz machen. Der Prototyp befindet sich laut Cessna bereits im Bau. Der Erstflug ist für 2018 geplant.

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