Airbus meldete am Dienstag, man habe mit der gemeinsamen Beschaffungsbehörde OCCAR einen Vertrag unterzeichnet, um für die französische Beschaffungsbehörde DGA neue Fähigkeiten der A400M zu entwickeln. Die Upgrades liefen unter der Bezeichung "Parallel Mission System" (PMS). Ziel sei es, die französischen A400M für neue Multimissions-Fähigkeiten zu befähigen. Dabei gehe es um die Bereiche Aufklärung, Überwachung und Informationsgewinnung.
Taktische Kommandoarbeit
"Die A400M ist ein echtes Schweizer Taschenmesser für alle Streitkräfte, die sie nutzen," sagte Jean-Brice Dumont, Executive Vice President Air Power bei Airbus Defence and Space. "Mit dieser Entwicklung erwerben Frankreichs Luft- und Weltraumstreitkräfte ein Werkzeug für taktische Kommandoarbeit aus der Luft."
Neue Missionssysteme und Sensoren
Für PMS sollen neue Missionssysteme an Bord eingerüstet werden. Außerdem sollen Lagebildschirme im Frachtraum installiert werden, die ihre Daten von neuen Sensoren, darunter optronischen, gewinnen.
Unbemannte Tochterflugzeuge
Das neue Missionssystem soll die Steuerung und Kommunikation von und mit Drohnen und Raketen ermöglichen, die aus dem Frachtraum gestartet werden. Als Endziel ist auch die Zusammenarbeit mit Bodentruppen und Hubschraubern geplant, darunter Tiger und H225M. Außerem sollen automatisierte Kampfflugzeuge eingebunden werden können.
Testflüge ab 2028
Die erste französische A400M soll 2027 umgerüstet werden, um 2028 Testflüge aufzunehmen. Der PMS-Rüstsatz soll anschließend an Bord einer ungenannten Zahl französischer A400M eingebaut werden.
Hersteller schlägt weitere Versionen vor
Airbus stellt auch weitere Fähigkeitserweiterungen in Aussicht: So könne man die A400M als elektronisches Störflugzeug mit hoher Reichweite, als Mutterschiff zum Drohnen- und Raketenabwurf, als Transporter mit auf 40 Tonnen erhöhter Nutzlast und als Löschflugzeug einsetzen.





