Russland liefert Militärhubschrauber: Neue Mil Mi-17V-5 verstärken indonesische Flotte

Russland liefert Militärhubschrauber
Neue Mil Mi-17V-5 verstärken indonesische Flotte

ArtikeldatumVeröffentlicht am 31.07.2026
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Foto: Indonesian Army Aviation Center

Seit Mitte Juli verfügt die 31. Kampfhubschrauberstaffel der indonesischen Heeresflieger über die beiden neuen Mil Mi-17V-5. Übergeben wurden sie, wie die Staffel mitteilte, auf dem Luftwaffenstützpunkt Ahmad Yani nahe Semarang in der Provinz Zentraljava.

Unter der Nase tragen die beiden neuen Hubschrauber die Nummern 701 und 702. Innerhalb der indonesischen Landstreitkräfte ist die 31. Staffel die einzige Einheit, die diesen Hubschraubertyp betreibt.

Ihr Aufgabenspektrum reicht von Truppentransporten und taktischen Landeoperationen über die Evakuierung Verwundeter bis hin zu Außenlasttransporten, Löscheinsätzen aus der Luft sowie Such- und Rettungsmissionen. Zwischen 2015 und 2016 waren drei ihrer Maschinen im Rahmen der UN-Friedensmission MINUSMA in Mali im Einsatz.

Fünf Maschinen insgesamt

Bei der Mi-8MTV-5-Exportversion handelt es sich um einen militärischen Mehrzweckhubschrauber für Fracht-, Truppentransport- und Unterstützungsaufgaben, der als moderne Weiterentwicklung der Mi-17-Familie gilt. Produziert werden die Helikopter vom russischen Werk Kazan Helicopters.

Mit den beiden neuen Maschinen rückt der Staffelbestand näher an die von der Heeresführung angestrebten 18 Hubschrauber heran. Bis Ende Juni waren 13 Mi-7V-5 in Indonesien im Einsatz.

Zwar ist dies bislang nicht offiziell bestätigt, doch dürfte es sich bei den beiden übergebenen Hubschraubern um die ersten von insgesamt fünf Maschinen handeln, die aus Russland noch geliefert werden sollen. Einige lokale Medien berichten darüber, dass im Juli vier Mi-17V-5 ausgeliefert wurden. FLUG REVUE konnte allerdings nur die Lieferung von zwei Hubschraubern zweifelsfrei nachweisen.

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Diversifizierung bei der Beschaffung

Statt sich auf einzelne Partner festzulegen, kauft Indonesien derzeit bei einer ganzen Reihe unterschiedlicher Hersteller ein. Besonders deutlich zeigt sich das im Kampfjet-Bereich.

So bestellte Jakarta 42 Rafale bei Dassault, verhandelt Berichten zufolge über eine Verdopplung der Order chinesischer J-10C auf 24 Maschinen und kauft zwölf M-346F-Mehrzweckjets beim italienischen Hersteller Leonardo.

Zulasten geht diese Streuung vor allem des südkoreanischen KF-21-Boramae-Programms, bei dem Indonesien eigentlich als gleichberechtigter Entwicklungspartner mit rund 20 Prozent Kostenanteil vorgesehen war.

Ursprünglich sollten bis zu 48 der Maschinen an Indonesien gehen, samt eigener Fertigung im Land. Am Ende jedoch trug Jakarta nur einen kleinen Teil der Entwicklungskosten, die geplante Stückzahl schrumpfte auf 16 Jets. Ende Juni erklärte ein Sprecher des indonesischen Verteidigungsministeriums zudem, dass auch eine lokale Produktion nicht mehr vorgesehen sei.