Embraer macht Zentralasien-Premiere: Erste C-390 für Usbekistan ist fertig

Embraer macht Zentralasien-Premiere
Erste C-390 für Usbekistan ist fertig

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.09.2026
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Uzbekistan Air Force C-390 Millennium, Usbekistan, Embraer
Foto: Embraer

Die Maschine trägt das Kennzeichen UK 39010 und auch schon die Hoheitszeichen der usbekischen Luftwaffe. Eine Auslieferung ist nun wohl nicht mehr weit entfernt.

Erst im Februar 2026 war öffentlich geworden, dass Usbekistan der bis dahin geheim gehaltene Käufer des in Brasilien produzierten Transportflugzeugs ist.

Der neue Flugzeugtyp soll vorrangig für Frachttransporte und Katastrophenhilfe zum Einsatz kommen. Die veraltete, noch aus sowjetischer Produktion stammende Transportflotte des Landes, wie die Antonow An-12, An-24 und An-26 sowie die Iljuschin Il-76, soll dadurch entweder abgelöst oder in ihrer Kapazität ergänzt werden.

Usbekistan fliegt auch schon C295W von Airbus. Die erste Bestellung bei einem nicht-asiatischen Hersteller ist es also nicht. Dafür ist es die erste C-390 Millennium im Land – und in ganz Zentralasien.

Offene Fragen bleiben

Wie viele Exemplare Usbekistan tatsächlich geordert hat, ist bislang nicht bekannt. Allerdings lässt sich aus der Formulierung, es handle sich um die "erste" Maschine, ableiten, dass mit weiteren Lieferungen zu rechnen ist.

Wahrscheinlich wird das Land zwei Transporter bestellt haben, wie aus der Jahresbilanz 2025 hervorging, in der zwei Maschinen für unbekannte Kunden vermerkt waren.

Uzbekistan Air Force C-390 Millennium, Usbekistan, Embraer
Embraer

Die Luftstreitkräfte Usbekistans zählen aktuell rund 76 Kampfflugzeuge zu ihrem Bestand, darunter ältere Mikojan-Gurewitsch MiG-29-Jäger sowie Su-25-Erdkampfflugzeuge.

Ergänzt wird diese Flotte inzwischen durch J-10CE aus China. Hinzu kommt eine umfangreiche Hubschrauberflotte von über 100 Maschinen, in der unter anderem die Kampfhubschrauber Mil Mi-24 und Mi-35M vertreten sind.

Embraer baut Kundenkreis aus

Viele europäische und südamerikanische Länder zählen zu den Kunden des brasilianischen Transporters. Unter anderem Portugal, Ungarn, Schweden und Kolumbien. Natürlich nutzt auch Brasilien selbst den Typ. Darüber hinaus wird von Interesse aus Indien, Nigeria, Polen, Saudi-Arabien und Südafrika berichtet.