Die neuen Maschinen wurden im Rahmen einer Sondersendung des staatlichen Senders O'zbekiston 24 vorgestellt.
In der Übertragung ist zu sehen, wie mindestens sechs Jets auf einem usbekischen Luftwaffenstützpunkt landen. Deutlich erkennbar ist dabei die usbekische Flagge auf dem Seitenleitwerk der Flugzeuge.
Bilder der Kampfjets, auf denen die Nationalflagge am Heck noch unkenntlich gemacht war, kursierten seit Ende Juli im Netz.
Bereits im Juli 2025 waren zwei erste J-10CE offiziell in Taschkent eingetroffen, was das usbekische Verteidigungsministerium seinerzeit bestätigte. Gleichzeitig wurde damals bekannt, dass insgesamt 24 Maschinen dieses Typs bestellt worden waren.
In chinesischen sozialen Netzwerken kursierten zudem zuletzt Berichte über die Übergabe von vier weiteren Jets. Möglicherweise handelt es sich bei den nun im Fernsehen gezeigten Maschinen bereits um eine zweite oder dritte Tranche der Gesamtbestellung.
Modernisierte Version der J-10C
Die J-10CE ist die Exportvariante der modernisierten J-10C. Ausgerüstet ist die Maschine mit einem aktiv elektronisch gesteuerten Radar (AESA) der KLJ-7A-Familie, das mehrere Ziele gleichzeitig erfassen und bekämpfen kann, sowie mit PL-15E-Lenkflugkörpern für den Einsatz jenseits der Sichtweite.
Über elf Außenlaststationen lässt sich der Jet flexibel sowohl für Luftverteidigung als auch für präzise Erdkampfeinsätze konfigurieren. Angetrieben wird die Maschine vom chinesischen Turbofan WS-10.
Zum genauen Waffenpaket der aktuellen Lieferung an Usbekistan gibt es bislang keine offiziellen Angaben, üblich sind neben der PL-15E auch die PL-10 sowie die PL-12.
Zweiter internationaler Kunde nach Pakistan
Die J-10Cs ergänzen künftig die bestehende usbekische Flotte aus MiG-29, Su-25 und Su-27. Damit wird Usbekistan nach Pakistan der zweite ausländische Betreiber der J-10CE weltweit und nach der chinesischen Luftwaffe selbst insgesamt der dritte Nutzer des Musters.
Im Land sind bereits verschiedene chinesische Flugabwehrsysteme stationiert, darunter das FM-90 sowie das schultergestützte Luftabwehrsystem QW-18.
Der Kampfjet hatte international vor allem durch den Grenzkonflikt zwischen Indien und Pakistan im Mai 2025 an Aufmerksamkeit gewonnen, als eine pakistanische J-10 den Abschuss einer indischen Rafale für sich reklamierte.
Das weckte Berichten zufolge zusätzliches Exportinteresse, unter anderem in Algerien, Ägypten, Bangladesch, Indonesien und dem Iran. Die pakistanische Luftwaffe selbst verfügt mittlerweile über mindestens 20 J-10C, fünf weitere sind bestellt.





