Bundeswehr-Tankerpremiere
Deutsche A400M betankt deutsche A400M - zum ersten Mal

Die Luftwaffe setzt ihre A400M seit geraumer Zeit als Tanker ein – für Eurofighter, Tornado und die Jets von NATO-Partnern. Noch nie aber hing eine andere A400M der Luftwaffe am Tankrüssel eines deutschen Turboprop-Transporters. Bis jetzt.

Luftbetankung deutscher A400M.
Foto: Luftwaffe

Noch fehlen der Luftwaffe acht A400M, bis die bestellte Flotte von 53 Flugzeugen komplett ist. Die 45. Maschine (54+42, MSN 136) steht seit Ende April beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf auf der Platte. Währenddessen war die Anfang März ausgelieferte A400M mit der Kennung 54+45 kürzlich Teil einer Premiere: Als erste A400M mit deutschen Hoheitszeichen betankte sie in der Luft eine deutsche Schwestermaschine – die im November 2023 übergebene 54+44.

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Erfolgreicher Tanker

Nun nutzt die Luftwaffe ihre A400M-Flotte bereits seit einigen Jahren erfolgreich als Tanker und stellt die Maschinen im Einsatz auch NATO-Partnern zur Verfügung. Seither haben zahlreiche unterschiedliche Flugzeugmuster an den Kerosinschläuchen der Turboprop-Transporter angedockt, vom Tornado bis zur Saab Gripen. Selbst Hubschrauber saugten sich im Flug bereits von deutschen A400M Sprit. Nur eine baugleiche Gefährtin hatte bislang keine Wunstorfer Besatzung über den Wolken am Fangtrichter hängen.

Luftbetankung deutscher A400M.
Luftwaffe

Premiere über den Wolken: Die deutsche A400M 54+45 betankt die deutsche A400M 54+44.

Luftwaffe "noch unabhängiger"

Die Möglichkeit der Direktbetankung von A400M zu A400M erhöht den Aktionsradius der Transportflieger erheblich, unterstreicht die Bundeswehr. Die Luftwaffe schrieb dazu auf X: "Das macht uns noch unabhängiger." So können die Airbus-Viermots künftig theoretisch bei internationalen Truppen- und Materialtransporten ihr Missionsziel ohne Zwischenstopp oder "fliegende Tankstellen" anderer Nationen erreichen.