Die Luftfahrtmesse in Berlin
ILA 2022
Die erste C-130J-30 für die Luftwaffe traf am 19. Februar 2022 in Evreux ein. Lockheed Martin
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Premiere: Deutschlands erste Hercules steht jetzt in Berlin

Erster „Einsatzflug“ Deutschlands erste Hercules steht jetzt in Berlin

Erster "Einsatzflug", erste Landung in Deutschland: Für die erste deutsche Super Hercules und ihre Crew hielt der Montag gleich zwei Premieren bereit. Die dritte folgt ab übermorgen. Dann wird die neue Viermot ihr Publikumsdebüt geben – auf der ILA in Berlin.

Vier Monate lang stand sie tatenlos in der Normandie herum. Am 19. Februar war die erste C-130J der deutschen Luftwaffe, direkt aus dem Lockheed Martin-Werk in Marietta anreisend, an ihrem neuen Heimatstandort in Évreux angekommen. Seitdem hatte sie sich nicht mehr groß bewegt, war lediglich als "Bühnenbild" bei der offiziellen Indienststellung des neuen deutsch-französischen Geschwaders "Rhein/Rhin" im März aktiv gewesen. Das heißt natürlich nicht, dass die neue "Herc" technisch nicht für fliegerische Großtaten bereit gewesen wäre. Vielmehr haperte es an bürokratischen Hürden in Gestalt von Zollangelegenheiten, die etwas mehr Zeit in Anspruch nahmen.

Die erste C-130J-30 für die Luftwaffe traf am 19. Februar 2022 in Evreux ein.
BAAINBw
Am 19. Februar 2022 war die erste deutsche C-130J in Évreux eingetroffen. In der Luft war sie seitdem nicht mehr - bis jetzt.

Premiere auf der ILA

Doch diese Formalitäten sind nun offenbar erledigt. Jedenfalls hob sich die Super Hercules mit der taktischen Kennung 55+01 heute Vormittag endlich wieder in die Lüfte – und nahm von Évreux aus Kurs auf Berlin. Dort wird sie als Teilnehmerin der ILA ab Mittwoch das (ansonsten sehr überschaubare) Static Display bereichern. Es ist das erste Mal, dass die Luftwaffe der Öffentlichkeit ihr neues Transportflugzeug vorstellt, das künftig für taktische Missionen als Ergänzung zum größeren Airbus A400M sowie als Ersatz für die 2021 ausgemusterte Transall C-160 zum Zug kommen soll.

Luftwaffe
Ein deutscher und ein französischer Pilot brachten die 55+01 nach Berlin. So soll es auch künftig Usus sein.

Binationale Crew

Die Landung auf dem BER am Montagmittag bedeutete für das fabrikneue Flugzeug zugleich den ersten "Kontakt" mit bundesdeutschem Boden. Geflogen wurde die 55+01 bei ihrem ersten Einsatz nach der Auslieferung von einer deutsch-französischen Besatzung. Ganz so, wie es beim Geschwader "Rhein/Rhin" in Zukunft üblich sein soll. Beim Überführungsflug im Februar hatten noch Piloten der US Air Force am Steuer gesessen.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels war zu lesen, dass die Hercules 55+01 bis vor Kurzem noch keine europäische Zulassung besessen habe und deswegen nicht geflogen sei. Das ist nicht korrekt, vielmehr waren Zollangelegenheiten die Ursache für die "Flugpause". Wir haben dies korrigiert.

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