Bei einem Besuch des Flugzeugwerks Irkutsk hat sich der russische Präsident Wladimir Putin die modernisierte Version des Kampftrainingsflugzeugs Jak-130M zeigen lassen.
Mehr als die Hälfte der Bordelektronik der Jak-130M soll laut Hersteller im Zuge der Modernisierung erneuert worden sein. Die Maschine kommt mit einem neuen Zielsystem, einem Abwehrkomplex sowie einem erweiterten Waffenarsenal samt Lenkflugkörpern und einem Waffenpaket für Luft-Boden- und Luft-Luft-Einsätze.
Dies solle es dem Flugzeug ermöglichen, bei jeder Witterung sowie bei Tag und Nacht sowohl Boden- als auch Luftziele zu treffen – darunter auch schwere Drohnen. Und die Modernisierung soll den Trainer zu einem echten leichten Kampfjet machen.
Eine weitere Funktion soll der kampffähige Jettrainer allerdings noch bekommen. Putin machte bei dem Kurzbesuch deutlich, welche zusätzlichen Fähigkeiten er von dem Flugzeug erwarte.
Es solle künftig auch in der Lage sein, unbemannte gegnerische Boote (USV) zu bekämpfen. Aus dem laufenden Kriegsgeschehen in der Ukraine habe sich diese Notwendigkeit ergeben.
Erstflug vor gut einem Monat
Bereits am 25. Juni hatte die Jak-130M in Irkutsk ihren Erstflug absolviert. Der Flug dauerte rund 50 Minuten und fand in einer Höhe von bis zu 2.000 Metern bei maximal 600 Stundenkilometern statt.
Inzwischen gibt es drei Prototypen der Jak-130M, die sich derzeit alle in der Flugerprobung befinden.
Ende 2028 sollen die ersten Exemplare an die russische Luftwaffe gehen. Laut russischen Medien soll auch Jak-130-Nutzer Vietnam kurz davor sein, einen Kaufvertrag über die modernisierte Variante zu schließen.
Die Entwicklung der ursprünglichen Jak-130 begann bereits 1992 als Nachfolger des tschechoslowakischen Trainingsflugzeugs Aero L-39 Albatros. Die Basisversion ist ein zweisitziges, zweistrahliges Flugzeug mit einer Waffenlast von bis zu 3 Tonnen.
Der Trainer wird zur Pilotenausbildung für Kampfflugzeuge der vierten und fünften Generation eingesetzt. Im Einsatz ist der Trainer in Russland, Belarus und Algerien, aber auch in den Luftwaffen vieler asiatischer Länder wie Syrien, Laos und Bangladesch.





