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MINUSMA-Einsatz von Gao aus

Tödlicher Absturz eines Tigers in Mali

Bei einem Einsatzflug in Mali ist ein Tiger-Kampfhubschrauber des Heeres am Mittwoch abgestürzt. Beide Besatzungmitglieder kamen ums Leben.

Nach Angaben der Bundeswehr ereignete sich der Absturz gegen 14.20 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit etwa 70 km nordöstlich von Gao im Raum Tabankort.

Nach dem Absturz wurden zusätzliche Kräfte der UN-Mission MINUSMA zur Absturzstelle befohlen. In einer Erklärung des UNO-Repräsentanten von MINUSAM,  Mahamat Saleh Annadif, ist davon die Rede, dass erste Anzeichen auf einen technischen Defekt hindeuten.

Die Untersuchungen über die Unfallursache haben aber gerade erst begonnen. Vizeadmiral Joachim Rühle, Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, erläuterte am Mittwochabend die bisher bestätigten Informationen: „Die erste Meldung über den Absturz erfolgte über den zweiten begleitenden Hubschrauber. Es wurde kein Notruf durch die verunglückte Besatzung abgegeben. Der abgestürzte Hubschrauber ist ausgebrannt, es gab keine Überlebenden. Die Absturzursache ist derzeit noch völlig offen. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung liegen bisher nicht vor.“

Ein Team wird sich umgehend nach Gao begeben, um die Unfallursache zu ermitteln und versuchen, den Flugunfallschreiber zu finden und auszuwerten. Der Routinebetrieb werde, so Rühle, bis auf Weiteres ausgesetzt: „Für den Einsatzflugbetrieb werden nur Aufträge ausgeführt, bei denen Leib und Leben einen Einsatz unbedingt erfordern. Die Entscheidung wird in jedem Einzelfall vor Ort getroffen.“

Presseberichten zufolge waren zwei Tiger  am Nachmittag von der UNO zu einem Einsatz nördlich von Gao angefordert worden, weil dort offenbar ein Konvoi unter Feuer geraten war. Die zwei Tiger sollten die Truppen laut Medienberichten am Boden unterstützen, waren aber zum Zeitpunkt des Absturzes erst auf dem Weg ins Einsatzgebiet.

Die beiden toten Besatzungmitglieder gehören zum Kampfhubschrauberregiment 36 „Kurhessen“ in Fritzlar, das imMärz vier Tiger nach Gao verlegte.

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