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Auf der Suche nach dem nächsten X-Flugzeug

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US-Luftfahrtunternehmen haben fünf Konzepte für neue Versuchsflugzeuge erarbeitet. Nun hat die amerikanische Aeronautik- und Raumfahrtbehörde NASA die nächste Ausschreibungsrunde eingeläutet.

Im vergangenen Jahr vergab die NASA an vier Unternehmen fünf Aufträge: Innerhalb von sechs Monaten sollten sie Visionen für neue X-Flugzeuge definieren. Denn die NASA plant neben dem Überschalljet QueSST mindestens ein weiteres Unterschall-Versuchsflugzeug. Damit sollen Technologien erprobt werden, die bei künftigen Airlinern Treibstoffverbrauch, Schadstoffemissionen und Lärm verringern.

Dabei ging es nicht um reine Visionen, die NASA forderte auch Überlegungen zur Umsetzung: Es soll sich um ein bemanntes Fluggerät handeln, das mindestens zwei bis drei Stunden am Stück im transsonischen Geschwindigkeitsbereich fliegen kann, insgesamt soll es zwischen 500 und 1000 Stunden in der Luft sein. Der Erstflug eines solchen Fluggeräts könnte nach Angaben der NASA 2026 stattfinden, das Flugtestprogramm soll innerhalb von einem Jahr abgeschlossen werden.

Neben den Branchengrößen Boeing und Lockheed Martin hatten sich an dem Wettbewerb auch die beiden Newcomer Dzyne Technologies und Aurora Flight Sciences mit Entwürfen beteiligt. Vorgeschlagen wurden ein Passagierflugzeug mit einem Rumpf in Form einer Doppelhüllen-Ellipse (D8, Aurora Flight Sciences), zwei Blended Wing Bodies (BWB) (Boeing, Dzyne Technologies), ein Hybrid Wing Body (HWB) mit konventionellem Heck und T-förmigem Leitwerk (Lockheed Martin) sowie ein Flugzeug mit extrem gestreckten, abgestrebten Flügeln (Boeing). „Wie waren sehr glücklich mit den Ergebnissen. Der NASA wurden viele Informationen zur Verfügung gestellt, die uns dabei helfen, das weitere Vorgehen festzulegen“, sagte Fay Collier, Associate Director for Flight Strategy bei der NASA.

Mitte August hat die NASA nun eine Angebotsanfrage an die Industrieunternehmen gestellt. Dabei gehe es darum, weitere  Informationen darüber zu erhalten, wie die fünf Konzepte so umgesetzt werden können, dass Risiken, die mit Kosten, Zeitplan und Technologien zusammenhängen, minimiert werden. Bis Mitte September können die Unternehmen ihr Angebot abgeben. Derzeit geht die NASA davon aus, dass die Umsetzung des ersten subsonischen X-Flugzeugs um 2020 beginnen könnte.

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