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Boeing CST-100 Starliner beim ersten Flug am 19. Dezember 2019. NASA

Boeing CST-100 im falschen Orbit

Starliner schafft es nicht zur Raumstation

Der erste unbemannte Raumflug der CST-100-Kapsel läuft nicht nach Plan. Eine vorzeitige Landung in New Mexico ist nun wohl die beste Option.

Zunächst sah alles gut aus: Der Starliner hob am am Freitag um 6:36 Uhr Ortszeit mit der United Launch Alliance Atlas V Rakete vom Space Launch Complex 41 auf der Cape Canaveral Air Force Station in Florida ab. Feststoffbooster, Zentralstufe und Oberstufe arbeiteten wohl normal.

Nach etwa 30 Minuten allerdings wurde die Zündung der CST-100-eigenen Triebwerke nicht wie geplant durchgeführt. Nach Angaben der Flugleitung war die Raumkapsel in „einer ungeplanten, aber stabilen Umlaufbahn“ gestrandet.

Nach einer Anpassung des Orbits und der Ausrichtung der Kapsel zur besten Energieversorgung durch die Solarzellenausleger wurde geprüft, welche Testziele noch erreicht werden können. Wahrscheinlich ist nun eine Landung innerhalb von 48 Stunden am ursprünglichen Landeort in New Mexico (Stand etwa drei Stunden nach dem Start).

Was die Ursache des Fehlschlags betrifft sagte NASA-Chef Jim Bridenstine: „Starliner hatte eine Mission Elapsed Time (MET)-Anomalie“. Das Raumschiff glaubte, dass die Schubphase zum Erreichen des Orbits bereits läuft, was aber nicht der Fall war. Weil mehr mehr Treibstoff als erwartet verbraucht wurde, um eine präzise Kontrolle zu gewährleisten ist ein Rendezvous mit der Space Station nun nicht mehr möglich, so Bridenstine.

Boeing CST-100 Starliner beim ersten Flug am 19. Dezember 2019.
NASA
CST-100 vor dem ersten Start.
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