Die ILA ist am Sonntag, 14. Juni, zu Ende gegangen und die Veranstalter, der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und die Messe Berlin, ziehen ein positives Fazit: Rund 110.000 Besucher seien dieses Jahr zum Messegelände am Westende des BER gekommen. Auch das Interesse der breiten Öffentlichkeit sei groß gewesen: Trotz erhöhten Ticketkontingents seien die Wochenendtickets frühzeitig ausverkauft gewesen. Die nächste ILA findet vom 17. bis 21. Mai 2028 statt.
Fünf Tage lang präsentierten 756 Aussteller aus 37 Ländern auf mehr als 200.000 Quadratmetern ihr Portfolio – von klimaverträglicher Luftfahrt über Raumfahrttechnologien bis zu Sicherheit und Verteidigung. Ein umfangreiches Rahmenprogramm auf drei Bühnen wurde von mehr als 400 Speakern geboten. 330 Delegationen aus etwa 60 Ländern nutzten die ILA für politischen Austausch und internationale Kooperationen.
Neue Luftfahrtstrategie präsentiert
Rund 100 Fluggeräte, in etwa so viel wie vor zwei Jahren, waren im Static und Flying Display zu sehen. Zu den Highlights in der Luft zählten der Airbus A350-1000 und der Experimentalhubschrauber Racer von Airbus Helicopters, der neue Kampfhubschrauber AW249, der EC665 Tiger, Eurofighter und Tornado. Auf dem Static Display gehörte wieder eine Emirates-A380 zu den Besuchermagneten, zu sehen waren aber auch ein Airbus Beluga, eine A320neo in 100-Jahre-Lufthansa-Sonderlackierung, die erste Do228 NXT, eine Boeing P-8A Poseidon und eine Boeing MQ-28 Ghost Bat.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte die ILA Berlin 2026 am 10. Juni eröffnet und im Rahmen der Messe die neue Luftfahrtstrategie der Bundesregierung vorgestellt. In seiner Eröffnungsrede bezeichnete er die ILA als Messe, die "Zuversicht für einen neuen Aufbruch" wecke. Deutschland präsentiere sich hier als ein Land, das mit Innovationen der zivilen und militärischen Luft- und Raumfahrt an der Weltspitze stehe. "Der Bundeskanzler hat die neue Luftfahrtstrategie zur ILA mitgebracht und klargestellt: Die nächste Flugzeuggeneration muss maßgeblich aus Deutschland kommen. Das eröffnet der zivilen Luftfahrtindustrie große neue Chancen", so Dr. Johannes Bussmann, BDLI-Vizepräsident Luftfahrt und CEO der MTU Aero Engines.
Dominiert wurde die ILA von dem Segment Sicherheit und Verteidigung. "Die ILA hat deutlich gemacht: Sicherheit ist keine abstrakte Debatte mehr, sondern eine industrielle Aufgabe. Europa ist bei Verteidigung und Sicherheit in Bewegung. Jetzt kommt es darauf an, Verträge, Partnerschaften und technologische Innovation schnell und zuverlässig in konkrete Fähigkeiten für unsere Streitkräfte zu übersetzen", sagte Oliver Dörre, BDLI-Vizepräsident Verteidigung und Sicherheit sowie CEO und Vorstandsvorsitzender von Hensoldt.













