Long March 7A: Chinesische Trägerrakete explodiert kurz nach dem Start

Long March 7A
Chinesische Rakete explodiert kurz nach dem Start

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.08.2026
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Die Trägerrakete Langer Marsch-7 hebt vom Satellitenstartzentrum Wenchang ab.
Foto: CMS

Die Long-March-7A-Rakete zerbrach am Montagabend nur Sekunden nach dem Abheben. Für den zuverlässigen Raketentyp ist es ein herber Verlust.

Eine chinesische Trägerrakete ist am Montag kurz nach dem Start explodiert. Die Long March 7A (Langer Marsch 7A) verwandelte sich rund 83 Sekunden nach dem Abheben in einen Feuerball, wie Videoaufnahmen zeigen.

An Bord befand sich der Kommunikationssatellit Zhongxing-4B, der weltweit Kommunikationsdienste bereitstellen sollte. Nutzlast und Rakete gingen vollständig über dem Südchinesischen Meer verloren.

Gestartet war die Rakete vom Weltraumbahnhof Wenchang auf der Insel Hainan im Süden des Landes.

Informationen über Misserfolge werden in China eher zurückhaltend kommuniziert. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua bestätigte den gescheiterten Flug erst Stunden nach dem Start. Die Ursache werde derzeit untersucht.

Auswirkungen auch für andere Long March möglich

Der gescheiterte Start war bereits der 18. Einsatz des Raketentyps. Zuvor war die Rakete nur einmal gescheitert, wenig überraschend beim Jungfernflug 2020. Ein zweiter Versuch im März 2021 gelang ohne Probleme.

Nach dem Fehlschlag wird die Long March 7A nun zunächst nicht mehr eingesetzt, bis die Untersuchung der Anomalie abgeschlossen ist, heißt es in chinesischen Medien. Auch mehrere bereits in Produktion befindliche Exemplare sollen vorerst nicht das Werk der China Academy of Launch Vehicle Technology verlassen.

Auswirkungen könnte es auch auf andere Long-March-Raketen geben. Der Fehler, der zum Verlust der Rakete führte, soll während der gemeinsamen Brennphase der ersten Stufe aufgetreten sein.

Das Flüssigkeitstriebwerk YF-100, das in der Long March 7A verbaut ist, kommt auch in Long March 6, 8 und 5 zum Einsatz. Letztere soll in rund zwei Wochen die Mondmission Chang'e 7 zur Südpolregion des Mondes starten. Die Mission könnte nun bis Ende des Jahres verschoben werden.

Bereits Anfang des Jahres hatte es bei der älteren Generation der Long-March-Familie einen schweren Fehlschlag gegeben. Im Januar ging eine Rakete vom Typ Long March 3B/E, die üblicherweise für geostationäre Satelliten eingesetzt wird, aufgrund eines Problems in der dritten Stufe verloren.