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British Airways British Airways / Stuart Bailey
Boeing 747
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Letzte British Airways-Jumbos verlassen Heathrow

Abschied für immer Letzte British Airways-Jumbos verlassen Heathrow

Ein halbes Jahrhundert lang gehörten die Boeing 747 von British Airways und deren Vorgänger BOAC zum alltäglichen Bild auf dem Londoner Flughafen Heathrow. Am Donnerstag verlassen die beiden letzten verbliebenen British Airways-Jumbos London für immer.

Der größte Teil der Flotte ist längst fort: Fast alle Boeing 747, die British Airways vor der Corona-Krise noch im Dienst hatte, stehen eingemottet auf Flugplätzen wie Cardiff in Wales oder Kemble in Gloucestershire. Mit der offiziellen Ausmusterung der 747, die British Airways Mitte Juli verkündete, ist klar: Sie werden nie wieder in ihre Heimatstadt London zurückkehren. Nur zwei Jumbo Jets waren bislang am British Airways-Hub London-Heathrow verblieben: die 22 Jahre alte G-CIVY sowie die knapp 27-jährige G-CIVB, die seit 2019 den auffälligen "Negus"-Retroanstrich trägt.

Aeroprints.com (CC BY-SA 3.0)
British Airways verkündete im Juli 2020, die Boeing 747-Flotte per sofort auszumustern.

Simultaner Abflug

Für diese beiden Jumbo Jets naht nun jedoch ebenfalls der Tag des Abschieds: Am Donnerstag, dem 8.Oktober, sollen sie Heathrow endgültig verlassen. Als letzte Ehre soll der Abflug der beiden Jets simultan von beiden Runways aus erfolgen. Geplante Startzeit ist 8:15 Uhr am Morgen – allerdings nur wenn das Wetter mitspielt, wie es aus British Airways-Kreisen heißt.

Letzte Reise nach Kemble

In der Luft trennen sich dann die Wege beider Flugzeuge: Während die G-CIVY nach St. Athan in Wales fliegt, wird die G-CIVB werden am Donnerstag auf dem Cotswold Airport in Kemble, 140 Kilometer westlich von London erwartet. Auf der ehemaligen RAF-Basis hat unter anderem die Verwertungsfirma Air Salvage ihren Sitz, in St. Athan findet sich mit eCube Solutions ein weiterer Verwerter. Was das heißt, ist leicht zu erraten: Die meisten der ausrangierten British Airways-Jumbos werden auf dem Schrottplatz enden. Manche in Kemble, andere in St. Athan (Wales), einige weitere in Spanien.

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Die G-CIVB mit der Negus-Retrolackierung soll offenbar der Verschrottung entgehen und in Kemble ausgestellt werden.

Darf die "Negus" weiterleben?

Eine Ausnahme soll es Gerüchten zufolge jedoch geben: Wie das Portal UK Aviation berichtet, gibt es Pläne, wenigstens den "Negus"-Jumbo, die G-CIVB, vor dem Fallbeil zu bewahren. Vielmehr soll das Flugzeug nach seiner Ankunft in Kemble dauerhaft auf dem dortigen Flugplatzgelände ausgestellt werden und in dieser Funktion an die Zeit vor Corona erinnern – jene glorreichen Jahre, in denen British Airways der weltgrößte Betreiber der Boeing 747 war.

Nachtrag: Inzwischen scheint bestätigt, dass die G-CIVB tatsächlich erhalten bleibt. Ein Lichtblick im ansonsten nicht unbedingt von guten Nachrichten gespickten Luftfahrt-Jahr 2020.