BDLI: Deutsche Luftfahrtindustrie wächst und schafft Arbeitsplätze

Deutsche Luftfahrtindustrie zieht glänzende Bilanz
BDLI meldet 19 Prozent mehr Umsatz und neue Jobs

ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.05.2026
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Erstflug der A321XLR am 15. Juni 2022 in Finkenwerder
Foto: Lutz Borck

Mit 130.000 Beschäftigten (Vorjahr 120.000) habe die Mitarbeiterzahl 2025 einen neuen Höchststand erreicht, meldete der BDLI am Mittwoch. Der Branchenumsatz sei für das Gesamtjahr 2025 auf 62 Mrd. Euro gestiegen, 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Verkehrsflugzeuge bringen den meisten Umsatz

Nach Umsatz sind Verkehrsflugzeuge mit 45 Mrd. Euro Umsatz (plus 15 Prozent) das größte Segment. Die militärische Luftfahrt steigerte sich um 35 Prozent auf einen Umsatz von 13,5 Mrd. Euro. Um 17 Prozent legte die Raumfahrt zu, die auf 3,5 Mrd. Euro Umsatz kam.

Souveränität durch eigene Fähigkeiten

"Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist für Deutschland strategisch relevant, wirtschaftlich, technologisch und sicherheitspolitisch. Gerade in geopolitisch und wirtschaftlich angespannten Zeiten machen industrielle Fähigkeiten, Innovationskraft und technologische Souveränität den Unterschied", sagte BDLI-Präsident Michael Schöllhorn.

Fragile Lieferketten

In den vergangenen zehn Jahren wuchs der deutsche Branchenumsatz um mehr als die Hälfte. Besonders seit der Überwindung der Covid-Krise und der sicherheitspolitischen "Zeitenwende" gewann die Branche erheblich an Dynamik. Gleichzeitig stehen die Unternehmen vor großen Herausforderungen durch fragile Lieferketten, steigenden internationalen Wettbewerbsdruck und einen hohen Bedarf an Fachkräften.

Zwei Drittel werden exportiert

Die BDLI-Mitglieder investierten 2025 rund 4 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung (Vorjahr 3,6 Mrd Euro) und exportierten 66 Prozent ihrer Erzeugnisse.