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Cargo-Superjumbo

Erster Einsatz für den A380-Frachter von Hi Fly

Nach wie vor ist die A380 von Hi Fly die einzige aktive A380 Europas. Im Sommer ließ Hi Fly ihren Superjumbo von Lufthansa Technik zum Behelfsfrachter umrüsten. Gestern nun ist der weltweit einzige A380-Frachter zu seiner ersten Mission aufgebrochen.

Zuletzt machte Hi Fly mit ihrem Airbus A380 auf eher unorthodoxe Art Schlagzeilen. Im August nutzte die Charter-Airline einen Testflug ihres in Beja, Portugal, stationierten Superjumbos zu einer PR-Aktion für die Stiftung von Hi Fly-Chef Carlos Mirpuri. In nur 243 Metern Höhe flog die als 9H-MIP registrierte A380 an der bei Strandurlaubern beliebten Algarve-Küste entlang. Mit der Aktion wollte Hi Fly den Schutz der Korallenriffe ins Bewusstsein der Badegäste rücken, für den die A380 seit 2018 mit ihrem Sonderanstrich wirbt. Manchen Urlauber versetzte der Anblick des riesigen Flugzeugs in so geringer Höhe jedoch eher in Angst.

HiFly
60 Tonnen Fracht mit einem Volumen bis 300 Kubikmeter passen nun in die zum Frachtraum umgestaltete Kabine der A380 von Hi Fly.

Erste planmäßige A380-Landung in IST

Kommerzielle Aufträge dagegen gab es für die Hi Fly-A380 seit dem Umbau zum Frachter, durch den der Doppelstock-Jet 300 Kubikmeter zusätzlichen Laderaum erhielt, bisher nicht. Das änderte sich mit dem gestrigen Donnerstag, als die 9H-MIP zu einer Mission nach Kuala Lumpur in Malaysia aufbrach. Nach dem Start in Beja am Vormittag nahm der Vierstrahler zunächst Kurs auf Istanbul. Dort legte die Hi Fly-Crew einen Tankstopp ein. Damit absolvierte sie zugleich die erste planmäßige Landung eines Airbus A380 auf dem neuen Istanbuler Flughafen. Der erste Besuch einer A380 von Thai im Januar war wegen eines Notfalls an Bord und damit ungeplant erfolgt.

Mindestens zwei Frachtmissionen

Von Istanbul aus ging es nach zweieinhalb Stunden am Boden weiter Richtung Malaysia. Knapp zehn Stunden später setzte die 9H-MIP in Kuala Lumpur auf. Wie viel und welche Art von Fracht Hi Fly mit ihrer A380 konkret transportiert, darüber hüllt sich die Airline bislang in Schweigen. Klar ist lediglich, dass es nicht bei einer einzelnen Mission bleiben wird: Für den 26. September, den 29. September und den 3. Oktober sind weitere Besuche in Istanbul geplant, so dass wohl mindestens noch ein zweiter Auftrag auf die weltweit einzige Cargo-A380 wartet.