Zweimal die Woche, dienstags und samstags, soll es ab August mit einem Airbus A320 aus der Bundeshauptstadt direkt in die Hauptstadt Syriens gehen. Sundair wagt sich damit auf spannendes Terrain, denn auch wenn nach dem Sturz der Assad-Regierung und der Machtübernahme von Ahmed al-Scharaa Anfang 2025 ein wenig Ruhe in vom Bürgerkrieg zerschundene Land einkehrte, ist der internationale Flugverkehr von und nach Syrien nach wie vor ausbaufähig – und bis auf wenige Ausnahmen fest in der Hand arabischer, türkischer und vorderasiatischer Fluggesellschaften.
Entsprechend erwartungsfroh gibt man sich in der Sundair-Chefetage: "Wir sind stolz darauf, als erste Fluggesellschaft wieder eine direkte Verbindung nach Damaskus anzubieten", sagt Airline-Geschäftsführer Marcos Rossello, und schiebt nach: "Diese Strecke steht für die Wiederannäherung zwischen Deutschland und Syrien sowie für die Stärkung persönlicher, wirtschaftlicher und humanitärer Beziehungen."
Laut Sundair ist die neue Direktverbindung Teil der Deutsch-Syrischen Arbeitsagenda, die darauf abzielt, die Beziehungen zwischen beiden Staaten zu beleben und auf ein neues Niveau zu heben.

Sundair wurde 2016 gegründet und hat ihren Sitz in Stralsund. Die Airline hat sich primär auf Ferienflüge und Charterdienste spezialisiert.
Comeback für Syrienflüge
Die syrische Hauptstadt Damaskus zählt zu den ältesten Städten der Welt und bietet ein reichhaltiges kulturelles, religiöses, architektonisches und kulinarisches Erbe. Bis 2011 stand die Metropole, in deren Einzugsgebiet mehr als drei Millionen Menschen zu Hause sind, folgerichtig im Flugplan zahlreicher europäischer Airlines – und das mehrmals wöchentlich.
Mit den ersten Unruhen und der Eskalation des Bürgerkriegs 2011 änderte sich dies – jetzt sieht Sundair, die selbst erst 2016 gegründet wurde, die Voraussetzungen erfüllt, um ein Comeback zu starten. Es gebe einen "immensen Bedarf" für das Routing, schreibt die Airline. Als erste Fluggesellschaft auf der Strecke vom BER nach Damaskus "sieht Sundair die Verbindung als bedeutenden Schritt zur Förderung des Austauschs zwischen beiden Ländern", so der Carrier weiter.
Die Sundair-Flüge nach Damaskus sind ab sofort buchbar – direkt über die Sundair-Webseite und im Reisebüro.





