Trump nötigte Katar, ihm die Boeing 747 zu schenken - sagt ein Ex-Agent

Ex-Agent berichtet über Boeing-Geschenk
Katar wollte Trump die 747 wohl gar nicht schenken

ArtikeldatumVeröffentlicht am 14.08.2026
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Katar wollte Trump die 747 wohl gar nicht schenken
Foto: US Air Force Courtesy Photo

Der ehemalige CIA-Agent und Folterprogramm-Whistleblower John Kiriakou hat in der zehnten Episode seines Podcasts "Briefing Room" einige Details zur Schenkung von Donald Trumps neuer Präsidentenmaschine im Mai 2025 ausgebreitet.

Kiriakou, der eigenen Angaben zufolge gute Kontakte zu fünf der sechs Königsfamilien am Persischen Golf pflegt, schilderte, wie es zu der Schenkung der Boeing 747 durch das katarische Königshaus gekommen sein soll.

Demnach habe Trump die Al-Thani-Familie schlicht gefragt, ob sie ihm eine kostenlose Boeing 747 überlassen würde. Ein Familienmitglied habe Kiriakou gegenüber geäußert, man sei über diese Anfrage brüskiert gewesen.

In der arabischen Kultur gelte es jedoch als unhöflich, einem solchen Gastfreundschaftsgesuch nicht nachzukommen. Die Bitte abzulehnen, wäre demnach nicht infrage gekommen.

Offiziell verkündete das Königshaus daraufhin, das Flugzeug sei ein Geschenk an das amerikanische Volk. Damit habe man zeigen wollen, dass es sich nicht um ein Geschenk an Trump persönlich handele.

Trump habe der Familie jedoch mitgeteilt, er werde die Maschine nach Amtsende "behalten". Nach Trumps Ausscheiden aus dem Amt 2029 soll das Flugzeug nämlich an dessen Stiftung, die "Donald J. Trump Presidential Library", übergehen und ausgestellt werden.

Rekordumbau in zehn Monaten

Die Presidential Airlift Group nahm den modifizierten Jumbo bereits am 19. Juni auf der Joint Base Andrews in Empfang. Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine Boeing 747-8I. Der Umbau im sogenannten "Bridge"-Programm dauerte lediglich zehn Monate.

L3Harris setzte dafür eigenen Angaben zufolge Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr ein, um die 747-8I so schnell wie möglich fertigzustellen.

Die Maschine trug ursprünglich die Kennung A7-HBJ und gehörte bis November 2023 zur Regierungsflotte des Emirats Katar, wurde dann jedoch außer Dienst gestellt.

Heimlicher Flugzeugwechsel

Kiriakou gab die Informationen aus dem Königshaus bekannt, als er in seinem Podcast über Trumps Flugzeugwechsel sprach. Trump hat inzwischen selbst bestätigt, beim Verlassen des NATO-Gipfels in der Türkei heimlich das Flugzeug gewechselt zu haben.

Er hatte am 8. Juli vor laufenden Kameras die Air Force One bestiegen, bevor er sich in einem Cateringwagen versteckte, um zu einem Militärflugzeug gebracht zu werden. Laut CBS News, dem US-Partnersender der BBC, hatten Behörden zuvor eine glaubwürdige iranische Drohung festgestellt, das Flugzeug mit einer Rakete beschießen zu wollen.

John Kiriakou äußerte sich dazu skeptisch. Er glaube nicht, dass tatsächlich eine glaubwürdige Gefahr für das Leben des Präsidenten bestanden habe. Zugleich räumte er ein, die Aktion sei eine "Flucht der Kategorie zehn von zehn" gewesen. Immerhin habe niemand etwas davon mitbekommen.