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Komponenten für 737 und 767

Boeing öffnet britisches Werk in Sheffield

Boeing hat im britischen Sheffield ein neues Werk für Klappenantriebe in den Flügeln der Boeing 737 und 767 eröffnet. Es ist der erste eigene Produktionsstandort des US-Branchenriesen in Europa.

Das neue Boeing-Werk in Sheffield für Klappenantriebe der 737 und 767 wurde am Donnerstag feierlich eröffnet. Es produziert seine Komponenten aus britischen Rohstoffen und soll bei voller Leistung mehrere Tausend Systemkomponenten pro Monat an das Boeing-Werk in Portland, Oregon, liefern. "Die ist ein fantastisches Beispiel für unsere Nutzung globaler Talente, um für unsere Kunden Mehrwert zu erzeugen", sagte Boeing-Produktionsvorstand Jenette Ramos. Das 6200 Quadratmeter große Werk mit zunächst 52 Mitarbeitern, darunter bereits über 20 Auszubildenden, baut über 100 unterschiedliche Klappenantriebe und Stellmotoren für die Hinterkante der 737- und 767-Flügel.

Laut Boeing habe man mit Industriepartnern zugesagt, einen Wert von 3,9 Milliarden Pfund in Großbritannien zu investieren. Damit erfüllt der Hersteller seine Zusage, im Gegenzug für große britische Rüstungsaufträge auch Aufträge ins Vereinigte Königreich zu vergeben. Boeing will in Sheffield aber auch forschen, um fortschrittliche Fertigungsmethoden zu entwickeln. 13 britische Zulieferer sind als Partner angeschlossen. Dazu gehören der Aluminium- und Magnesiumhersteller Aeromet International Ltd aus Worcester und die Firma Maher Ltd, ein neuer Boeing-Partner für präzisionsgefräste Stahlteile. Maher kommt vom 2001 gegründeten Produktionsforschungszentrum Advanced Manufacturing Park Technology Centre in Rotherham, von wo auch die Boeing-Fertigungswerkzeuge stammen. Weitere Partner sind AMRC Training Centre, D5 Architects, JF Finnegan, Mills CNC, Mitutoyo, Mott MacDonald, Nikken, Starrag und WFL. Boeing beschäftigt im Vereinigten Königreich bereits 2200 Mitarbeiter und hat Verträge mit 250 britischen Zulieferern. Im Jahr 2017 wurden an sogenannte "Tier 1"-Zulieferer Boeing-Aufträge in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar vergeben, die Arbeit für 29.000 Briten erzeugen.

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