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Flaggenstreit um Emirates-Flugbegleiter

Taiwanesen sollten rot-chinesische Flagge tragen Flaggenstreit um Emirates-Flugbegleiter

Emirates hat ihre Flugbegleiter aus Taiwan angewiesen, keine taiwanesischen Flaggen mehr am Revers zu tragen. Die kleinen Flaggen tragen sonst alle Emirates-Flugbegleiter als Zeichen ihres Herkunftslandes an der Uniform.

Mit der Anweisung, die kleinen Flaggen nicht mehr zu tragen, folge Emirates einer "Instruktion" der chinesischen Regierung in Peking über die "Ein-China-Politik", hatte Emirates in einer Rundmail an ihre Mitarbeiter am Dienstag gemeldet. Darin hatte sie zunächst gefordert, dass Mitarbeiter aus Taiwan "ohne Ausnahme" ihre taiwanesischen Flaggen von der Uniform entfernen und durch die rote Fahne des kommunistischen Chinas ersetzen. Entsprechende Flaggen seien bereits nachbestellt worden. Bis dahin solle man ohne jede Flagge fliegen und das Rundschreiben als Bestätigung mitführen.

Am Mittwoch versandte Emirates dann eine Mail, die alle taiwanesischen Mitarbeiter zum Verzicht des Tragens jeglicher Flagge anwies. Die erste Mail sei "unrichtig und unangebracht" gewesen. Man reagiere auf die eingegangen Beschwerden und entschuldige sich für die Aufregung. 

Emirates verlangt von allen Flugbegleitern das dienstliche Tragen einer kleinen Nationalflagge, um deren Herkunft zu zeigen. Angeblich wurden taiwanesische Emirates-Mitarbeiter auch angewiesen, in Dienstplänen als Nationalität das kommunistische China anzugeben und nicht mehr Taiwan. Außerdem sollten bei Flügen ins kommunistische China nur noch Reisepapiere von dort, nicht aber mehr die taiwanesischen verwendet werden.

Chinas kommunistische Führung in Peking erhebt seit längerem politische Ansprüche auf das ebenfalls chinesische Taiwan, das aber räumlich getrennt und westlich orientiert ist und in dem keine kommunistische Revolution statt fand. Wirtschaftlich sind beide Seiten dennoch eng verflochten.

Wegen des Alleinvertretungsanspruchs in Peking unterhält Deutschland keine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan. Die deutschen Interessen werden stattdessen durch das "Deutsche Institut Taipei" wahrgenommen.