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Ergebnisse in einem Monat

737 MAX: Datenschreiber sind ausgelesen

Ethiopian Airlines erhielt im Juli 2018 seine erste von 30 bestellten 737 MAX 8. Foto: Ethiopian Airlines 4 Bilder

Die Untersuchungen zum Absturz der Boeing 737 MAX bei Addis Abeba laufen mit Hochdruck weiter. Die BEA in Paris konnte jetzt den Cockpit Voice Recorder und den Flugdatenschreiber auslesen. Transportministerin Moges sagte, es gäbe deutliche Ähnlichkeiten zum Lion-Air-Absturz.

Das Bureau d'Enquêtes & d'Analyses wurde von den äthiopischen Behörden mit den technischen Arbeiten am Flugdatenschreiber und am Cockpit-Stimmenrecorder beauftragt – ein sogenanntes „Executive Technical Cooperation Program“. Die formale Vereinbarung wurde am Freitag unterzeichnet, nachdem FDR und CVR am Donnerstag um 13 Uhr beim BEA eingetroffen waren – vier Tage nach dem Absturz am letzten Sonntag.

Nach einigen Vorbesprechungen am Donnerstagnachmittag begannen die eigentlichen Arbeiten am Freitag. Dabei war die äthiopische Delegation unter Leitung des Chefermittlers eingebunden. Spezialisten des National Transportation Safety Board der USA, der FAA, der EASA und von Boeing fungierten als Beobachter.

Die Arbeiten am Flugdatenschreiber ging am Samstagmorgen weiter. Am Samstagmittag wurde dann mit den Untersuchungen am Cockpit Voice Recorder begonnen. Dessen Aufzeichnungen wurden erfolgreich heruntergeladen und an das äthiopische Untersuchungsteam übergeben, so die BEA in einer Mitteilung von 20:34 am Samstagabend.

Die Arbeiten am Flugdatenschreiber wurden am Sonntag fortgesetzt. Um 15:43 Uhr am Sonntagnachmittag folgte dann die Erfolgsmeldung: Auch die Daten des Flugschreibers seien an das äthiopische Ermittlerteam übergeben worden, so die BEA via Twitter.

Äthiopien will detailliere Ergebnisse in einem Monat vorlegen

In Addis Abeba erklärte Verkehrsministerin Dagmawit Moges am Sonntagabend vor Reportern, dass die Flugschreiber des Fluges 302 „in einem guten Zustand“ waren, der es „ermöglichte, fast alle Daten im Inneren zu extrahieren“.

Die bisher gesammelten Informationen zeigten „deutliche Ähnlichkeiten“ zwischen dem Unfall und dem Absturz von Lion-Air-Flug 610 im letzten Herbst in Indonesien. Beide Flugzeuge flogen kurz nach dem Start mit unregelmäßigen Höhenänderungen.

Moges sagte, dass die äthiopische Regierung beabsichtige, detaillierte Ergebnisse der Untersuchung innerhalb eines Monats zu veröffentlichen.

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